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Reich an Ernüchterung

Ein riesiges Haushaltsloch, viele Arbeitslose und keine Aussicht auf Besserung: Die Grönländer bestätigen dennoch die sozialdemokratische Regierung.

Viele Grönländer hatten gehofft, dass mit den Bodenschätzen alle Probleme gelöst werden könnten: Kim Kielsen bei der Stimmabgabe. (28. November 2014)
Viele Grönländer hatten gehofft, dass mit den Bodenschätzen alle Probleme gelöst werden könnten: Kim Kielsen bei der Stimmabgabe. (28. November 2014)
Reuters

Nach der Parlamentswahl in Grönland bleibt zwar die Regierung dieselbe, aber die Politik der arktischen Insel dürfte sich gleichwohl klar verändern. Premierministerin Aleqa Hammond war im Oktober nach 18 Monaten im Amt zurückgetreten, weil sie private Flüge und Hotels mit Steuergeld bezahlt hatte.

Trotzdem wurde ihre Partei, die sozialdemokratische Siumut, knapp wiedergewählt. Sie erhielt 34,3 Prozent der Stimmen, auf Platz zwei folgt die linke Inuit Ataqatigiit mit 33,2 Prozent. Damit stellen beide Parteien im Parlament jeweils elf der 31 Mandate. Premier Kim Kielsen muss nun mit den kleineren Parteien über eine Koalition verhandeln. Seit 1979 wählt Grönland, das zu Dänemark gehört, ein eigenes Parlament.

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