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Putins Freunde in der EU

Der Sozialdemokrat Robert Fico in Bratislava und der Konservative Viktor Orban in Budapest wollen sich nicht gegen Putin stellen, weil sie seinen autoritären Führungsstil bewundern.

Erst militärische Besetzung oder Einsetzung einer Marionettenregierung. Enteignung des Bürgertums, Vertreibung der Intelligenz, Ermordung von Oppositionellen, Planwirtschaft, Diktatur, blutige Niederschlagung ziviler Proteste: Alle osteuropäischen Mitgliedsländer der EU haben vor 1989 ähnliche Erfahrungen mit dem grossen Bruder in Moskau gemacht. Alle wissen, dass die Machthaber im Kreml weder vor Lüge noch vor Gewalt zurückschrecken, um ihre Interessen durchzusetzen. Dennoch drängen heute nur die baltischen Staaten und Polen Brüssel zu schärferen Sanktionen. Andere Regierungen bremsen sogar, vor allem jene der Slowakei und Ungarns. Sie würden die Strafmassnahmen am liebsten auf­heben. Bedingungslos und sofort.

Sicher: Beide Länder sind extrem abhängig von russischen Öl- und Gaslieferungen. Die Ungarn lassen jetzt noch dazu ihr Atomkraftwerk von den Russen erneuern und erweitern und nehmen dafür einen Kredit über 10 Milliarden Euro auf. Aber auch die Polen und die Balten müssen russische Energie kaufen, und in allen Ländern leiden Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie unter dem russischen Importverbot.

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