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Polizisten räumen Flüchtlingscamp in Idomeni

An der Grenze zu Mazedonien haben griechische Polizisten damit begonnen, Flüchtlinge zu vertreiben. Ziel sei es, die Bahngleise freizuräumen.

Polizisten greifen durch: Bei der Räumung der Bahnstrecke kommt es zum Handgemenge. (5. Mai 2016)
Polizisten greifen durch: Bei der Räumung der Bahnstrecke kommt es zum Handgemenge. (5. Mai 2016)
Gregorio Borgia, Keystone
Die Bahnstrecke soll bis Samstag freigeräumt werden, das Camp bis Ende Mai.
Die Bahnstrecke soll bis Samstag freigeräumt werden, das Camp bis Ende Mai.
Gregorio Borgia, Keystone
Doch die Grenze nach Mazedonien bleibt geschlossen.
Doch die Grenze nach Mazedonien bleibt geschlossen.
Gregorio Borgia, Keystone
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In Idomeni leben noch immer rund 2000 Flüchtlinge in einer improvisierten Zeltstadt auf Bahngleisen. Nun haben griechische Polizisten offenbar damit begonnen, diese zu räumen, wie www.spiegel.de berichtet. Die Bahnstrecke soll bis Samstag freigeräumt werden. Die Flüchtlinge hatten die für den griechischen Export wichtige Strecke aus Protest blockiert.

Die griechische Regierung hatte zuvor bereits Hilfsorganisationen aufgerufen, bei der Leerung des Lagers bis Ende Mai zu helfen. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die 10'000 Flüchtlinge freiwillig das Lager verliessen.

Sie sollten aus dem Lager an der Grenze zu Mazedonien in staatlich organisierte Lager ziehen. Wenn Idomeni nicht gewaltsam geräumt werden solle, müssten auch die Hilfsorganisationen zur Umsiedlung aufrufen, erklärte der griechische Minister für Migration, Ioannis Mouzalas, der Athener Tageszeitung «Kathimerini» vom Donnerstag zufolge.

54'000 Menschen stecken fest

Seit fast sieben Wochen halten Flüchtlinge bei Idomeni den für die griechische Wirtschaft wichtigen Bahnübergang nach Mazedonien besetzt. Bewohner des Dorfes beschweren sich zunehmend über die Probleme, die durch das improvisierte Flüchtlingslager entstünden.

Dem Bericht zufolge erwartet Mouzalas, dass 40'000 Flüchtlinge für einen längeren Zeitraum in Griechenland bleiben werden. Wegen der Schliessung der mazedonischen Grenze stecken mehr als 54'000 Menschen im Land fest. Die meisten wollen weiter nach Mittel- und Nordeuropa, viele geben Deutschland als Ziel an.

SDA/ij

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