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Polizei nimmt Hunderte Kreml-Kritiker in Gewahrsam

Über 500 in Moskau, rund 200 in St. Petersburg: Das ist die Bilanz der Festnahmen nach Protesten gegen Wahlfälschung. Die russische Opposition ruft derweil zu weiteren Demonstrationen auf.

Demonstrieren untersagt: Polizei nimmt einen Oppositionellen in Haft. (6. Dezember 2011)
Demonstrieren untersagt: Polizei nimmt einen Oppositionellen in Haft. (6. Dezember 2011)
Keystone
Enttäuschendes Wahlresultat bei der angestrebten Rückkehr ins Präsidentenamt: Der russische Premierminister Wladimir Putin am Sitz seiner Partei Einiges Russland in Moskau. (4. Dezember 2011)
Enttäuschendes Wahlresultat bei der angestrebten Rückkehr ins Präsidentenamt: Der russische Premierminister Wladimir Putin am Sitz seiner Partei Einiges Russland in Moskau. (4. Dezember 2011)
Keystone
Bereits im Vorfeld wurde auf demokratische Mängel hingewiesen. So sollen Leute unter anderem an ihrem Arbeitsplatz unter Druck gesetzt worden sein, damit sie für die Partei Einiges Russland von Regierungschef Wladimir Putin (links auf dem Plakat) und Präsident Dmitri Medwedew stimmen.
Bereits im Vorfeld wurde auf demokratische Mängel hingewiesen. So sollen Leute unter anderem an ihrem Arbeitsplatz unter Druck gesetzt worden sein, damit sie für die Partei Einiges Russland von Regierungschef Wladimir Putin (links auf dem Plakat) und Präsident Dmitri Medwedew stimmen.
AFP
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Nach Massenfestnahmen bei Protesten gegen Wahlfälschungen in Russland sind Hunderte Regierungsgegner weiter in Polizeigewahrsam. Allein in Moskau seien 569 Kremlkritiker bei einer nicht genehmigten Kundgebung festgenommen worden, berichteten Medien.

Den Festgenommenen drohen bis zu 15 Tage Arrest wegen Widerstands gegen die Polizei. Etwa 2000 Gegner von Premier Wladimir Putin hätten im Stadtzentrum von Moskau protestiert, hiess es. Auch in St. Petersburg nahm die Polizei mindestens 200 Demonstranten fest.

Genehmigte Demonstration am Samstag

Die Sicherheitskräfte gingen nach Medienberichten massiv gegen die Demonstranten vor und hielten auch mehrere Journalisten sowie Menschenrechtler über Stunden fest. Regierungsgegner berichteten von Provokationen durch Aktivisten der Kremljugend, die den Polizeieinsatz bejubelt hätten.

Für Samstag rief die Opposition im Internet zu einer genehmigten Demonstration in der Nähe des Kremls auf. Mehrere Tausend Menschen hatten sich bis bereits über soziale Netzwerke dazu angemeldet. An einer erlaubten Kundgebung in Moskau am Montagabend hatten sich gemäss Schätzungen weit mehr als 6000 Putin-Gegner beteiligt.

Die von Putin geführte Regierungspartei Einiges Russland war mit offiziell fast 50 Prozent der Stimmen zum Sieger der Parlamentswahl am 4. Dezember ernannt worden. Regierungsgegner werfen der Kremlpartei massive Wahlfälschungen vor.

SDA/mrs

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