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Pflaumenschnaps hilft doch nicht gegen Corona

Der serbische Staatschef Aleksandar Vucic hat das Virus lange verharmlost, jetzt attackiert er die EU und lobt China. Das Gesundheitssystem in allen Balkanstaaten ist marode. Ein Überblick.

Schwerbewaffnete Soldaten patrouillieren in der Belgrader Innenstadt. Bisher haben sich in Serbien gemäss Behörden 83 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Foto: Srdjan Stevanovic (Getty Images)
Schwerbewaffnete Soldaten patrouillieren in der Belgrader Innenstadt. Bisher haben sich in Serbien gemäss Behörden 83 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Foto: Srdjan Stevanovic (Getty Images)

Serbien: Die Sprücheklopfer verstummen

Sorglosigkeit ist häufig ein Markenzeichen der Sprücheklopfer. Das Coronavirus, so liess der serbische Staatschef Aleksandar Vucic Anfang März in Belgrad durchblicken, sei harmlos. Er lobte die Vorzüge des serbischen Pflaumenschnapses, damit könne man eigentlich alle Viren killen. Das sei ein Grund mehr, um täglich ein Gläschen zu trinken, so der Präsident. Man dürfe das Volk nicht mit Sensationsmeldungen einschüchtern, das öffentliche Leben müsse weitergehen, die für Ende April geplanten Parlamentswahlen fänden statt, und Stechmücken würden viel mehr Menschen umbringen als das Coronavirus.

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