Zum Hauptinhalt springen

Österreich lanciert den Kampf gegen den Jihad

Wie können Anhänger des Islamischen Staates deradikalisiert werden? Österreichs Politik ist alarmiert und schürt Massnahmenpakete. Es fehlen jedoch die Experten und die finanziellen Mittel.

Bewaffnete Jugendliche werben in Syrien mit Waffen in der Hand für den Islamischen Staat (IS). Foto: Medyan Dairieh (Alamy)
Bewaffnete Jugendliche werben in Syrien mit Waffen in der Hand für den Islamischen Staat (IS). Foto: Medyan Dairieh (Alamy)

Mertkan G. könnte noch in Freiheit sein. Der 14-Jährige hätte sich bis zu seinem Verfahren im niederösterreichischen St. Pölten nur regelmässig bei der Bewährungshilfe melden müssen. Doch er tauchte ab und wurde drei Tage später von der Polizei in Wien gefasst. In diesen drei Tagen soll G. versucht haben, einen 12-jährigen Freund zur gemeinsamen Ausreise nach Syrien zu überreden. Jetzt sitzt Mertkan G. in Untersuchungshaft. Am 26. Mai beginnt der Prozess; die Staatsanwaltschaft sieht in dem türkischen Staatsbürger, der vor sechs Jahren nach Österreich kam, einen verhinderten Terroristen: G. habe auf dem Wiener Westbahnhof eine Bombe zünden wollen – quasi als Eintrittskarte in die Welt des radikalen Islam.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.