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Obama will Putin einen Atom-Deal anbieten

Eine mit Spannung erwartete Rede: US-Präsident Barack Obama spricht am Nachmittag in Berlin – wie John F. Kennedy 50 Jahre zuvor. Ein wichtiger Punkt der Rede ist nun bereits bekannt.

Das wars: US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle winken an Bord der Air Force One. (19. Juni 2013)
Das wars: US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle winken an Bord der Air Force One. (19. Juni 2013)
AFP
Da fliegt er davon: Der Helikopter am Berliner Nachthimmel. (19. Juni 2013)
Da fliegt er davon: Der Helikopter am Berliner Nachthimmel. (19. Juni 2013)
AFP
US-Präsident Barack Obama, First Lady Michelle Obama und ihre beiden Töchter Sasha und Malia entsteigen der Air Force One. (18. Juni 2013)
US-Präsident Barack Obama, First Lady Michelle Obama und ihre beiden Töchter Sasha und Malia entsteigen der Air Force One. (18. Juni 2013)
AFP
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Bei seiner Rede vor dem Brandenburger Tor in Berlin will US-Präsident Barack Obama Russland eine beiderseitige Verringerung der strategischen Atomsprengköpfe anbieten. Obama werde ausserdem ein Gipfeltreffen zur atomaren Sicherheit im kommenden Jahr im niederländischen Den Haag vorschlagen, sagte ein US-Regierungsvertreter in Berlin.

Ein weiteres derartiges Treffen solle 2016, dem letzten Jahr seiner Amtszeit, stattfinden. Obama hatte bereits zu Beginn seiner ersten Amtszeit 2009 sein langfristiges Ziel einer «atomwaffenfreien Welt» bekräftigt. Später legte die US-Regierung eine neue Atomstrategie vor, in der die Regeln für den Einsatz von Atomwaffen verschärft wurden. Immer wieder forderte Obama verstärkte Anstrengungen für die atomare Sicherheit in der Welt.

Von Belfast nach Berlin

Fünf Jahre nach seinem umjubelten Berlin-Auftritt im US-Wahlkampf ist Barack Obama gestern Abend als Präsident in die deutsche Bundeshauptstadt zurückgekehrt. An Bord der US-Präsidentenmaschine Air Force One landete Obama auf dem Flughafen Tegel. Zuvor hatte er am G8-Gipfel in Nordirland teilgenommen. Begleitet wird der Präsident von seiner Ehefrau und den beiden Töchtern. Politische Gespräche waren für gestern nicht mehr geplant: Nach der Landung will sich die Präsidentenfamilie zur Übernachtung ins Ritz-Carlton-Hotel am Potsdamer Platz begeben, wo schärfste Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Gäste getroffen wurden.

Der offizielle Teil der knapp 26-stündigen Visite soll morgen Vormittag in Schloss Bellevue beginnen, wo Bundespräsident Joachim Gauck den Gast mit militärischen Ehren begrüsst. Danach kommt Obama im Kanzleramt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Themen des Gesprächs dürften die Lage in Syrien, die geplante transatlantische Freihandelszone und das umstrittene Internet-Überwachungsprogramm des US-Geheimdiensts sein.

Rede am Brandenburger Tor

Am Nachmittag hält der Präsident am Brandenburger Tor eine Rede, die an die legendäre Berliner Ansprache von John F. Kennedy vor fast genau 50 Jahren anknüpfen soll. Obamas erster Berlin-Besuch seit seinem Amtsantritt im Januar 2009 endet am Abend mit einem Bankett in Schloss Charlottenburg. First Lady Michelle Obama wird morgen unter anderem das Holocaust-Mahnmal und die Gedenkstätte Berliner Mauer besuchen. Dabei wird sie zeitweise von Merkels Mann Joachim Sauer begleitet.

Obama war bereits als Präsidentschaftskandidat im Sommer 2008 in Berlin, wo er rund 200'000 Menschen zu einem Redeauftritt in den Tiergarten lockte. Als Präsident hatte er dann aber lange einen Bogen um Berlin gemacht. Anfang April 2009 reiste er anlässlich des Jubiläumsgipfels zum 60-jährigen Bestehen der Nato nach Baden-Baden und Kehl. Im Juni 2009 besuchte Obama gemeinsam mit Merkel die Gedenkstätte im früheren Konzentrationslager Buchenwald. Merkel und Gauck hatten Obama zuletzt mit Nachdruck dazu eingeladen, auch die Bundeshauptstadt zu besuchen.

In Berlin gelten während Obamas Besuch strengste Sicherheitsvorkehrungen: Strassen und Plätze abgeriegelt, Gullydeckel wurden verschweisst, Scharfschützen bezogen Posten auf Dächern rund um Obamas Hotel am Potsdamer Platz, gepanzerte Fahrzeuge fuhren auf. Der Luftraum über Berlin wurde bei Obamas Landung gesperrt.

AFP/mw

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