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«Niemand kam mehr herein, niemand heraus»

Korrespondentin Martina Meister feierte eigentlich, bis Nachricht um Nachricht des Schreckens sie erreichte.

«In Paris herrscht Krieg», sagt die Reporterin. Vor dem Fernsehbildschirm stehen die Journalisten der Zeitung «Libération». Sie waren zusammengekommen, um eine Art Abriss-Party zu feiern, den Abschied aus dem alten Gebäude, den Umzug in das Haus der Kollegen vom «L'Express». Dann kam die erste Nachricht: eine Schiesserei nur wenige hundert Meter entfernt. Dann folgte die zweite, dann die nächste und wieder eine.

In kürzester Zeit hat die Polizei das ohnehin schwer bewachte Gebäude komplett abgesperrt. Niemand kam mehr herein, niemand heraus. Das ist die Höchststrafe für Journalisten. Eingeschlossen sein, nicht herauskönnen, nicht ausschwärmen dürfen. Aber es heisst, Frankreichs grösste Islamismusexperten seien sowieso hier im Haus.

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