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Nicolas Sarkozy sieht sich als Opfer eines Komplotts

In einem TV-Auftritt wirft Frankreichs Ex-Präsident den Sozialisten vor, die Justiz gegen ihn einzusetzen. Doch in seiner Partei wachsen die Zweifel – auch an der Nützlichkeit seines Comebacks.

«Zutiefst schockiert»: Nicolas Sarkozy nahm in den TF1-Abendnachrichten Stellung zu den Vorwürfen – und erhob Anklage. Foto: AFP
«Zutiefst schockiert»: Nicolas Sarkozy nahm in den TF1-Abendnachrichten Stellung zu den Vorwürfen – und erhob Anklage. Foto: AFP

Plädiert wird in der Regel im Gericht. Einfacher aber geht es am Fernsehen, ohne Richter und Kreuzverhör. Zwei Jahre lang war Nicolas Sarkozy nicht mehr am französischen Fernsehen aufgetreten, seit seiner Abwahl. Gestern fühlte sich der frühere Staatspräsident nun gedrängt, ja regelrecht genötigt, sich öffentlich zu verteidigen gegen die gravierenden strafrechtlichen Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden. In einem Interview in den Abendnachrichten von TF1 gab sich Sarkozy «zutiefst schockiert» darüber, dass man wegen des «grotesken» Verdachts auf Korruption gegen ihn ermittle: «Ich habe das Vertrauen der Franzosen nie betrogen», sagte er, «nie habe ich gegen die Prinzipien der Republik oder den Rechtsstaat verstossen.» Und später: «Ich habe mir nichts vorzuwerfen.»

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