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«Natürlich sind diese Leute genervt»

Nach den Lokführern streiken nun die Piloten der Lufthansa – ausgerechnet in den Herbstferien. Laut Korrespondent David Nauer geht vielen Deutschen das Verständnis dafür ab. Aber längst nicht allen.

Fliegen derzeit nicht mehr ab Frankfurt: Die Langstreckenmaschinen, hier eine Boeing 747. (Archiv)
Fliegen derzeit nicht mehr ab Frankfurt: Die Langstreckenmaschinen, hier eine Boeing 747. (Archiv)
Keystone
Zunächst streiken die Piloten der Kurz- und der Mittelstreckenflotten, einen Tag später wollen sich auch die Langstreckenpiloten anschliessen: Ein Mann an einem Lufthansa-Schalter am Flughafen München. (20. Oktober 2014)
Zunächst streiken die Piloten der Kurz- und der Mittelstreckenflotten, einen Tag später wollen sich auch die Langstreckenpiloten anschliessen: Ein Mann an einem Lufthansa-Schalter am Flughafen München. (20. Oktober 2014)
Andreas Gebert, Keystone
Auch die Piloten der Lufthansa-Tochter German Wings waren zuvor in den Ausstand getreten: Schalter im Flughafen Hamburg. (29. August 2014)
Auch die Piloten der Lufthansa-Tochter German Wings waren zuvor in den Ausstand getreten: Schalter im Flughafen Hamburg. (29. August 2014)
DPA/Bodo Marks
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Die Lufthansa-Piloten beharren auf der Möglichkeit, mit 55 Jahren in Frührente zu gehen. Steht das Anliegen nach der Finanzkrise nicht schräg in der Landschaft?

Die Piloten gehörten bisher zu den privilegierten Arbeitnehmern im Lufthansa-Konzern. Sie haben eine grosszügige Pensionierungsregelung. Gleichzeitig ist der Flugmarkt sehr stark umkämpft. Die Margen sind klein, Lufthansa ist unter Druck, einerseits durch Billigairlines, andererseits durch junge Unternehmen vor allem aus dem arabischen Raum. Vor diesem Hintergrund erscheint es verständlich, wenn Lufthansa sagt, sie könne solche grosszügigen Pensionierungsregeln nicht mehr länger anbieten.

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