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Nato-Kriegsschiffe gegen Piraten

Die Nato wird sich mit sieben Schiffen an der Piratenbekämpfung vor der somalischen Küste beteiligen.

Die internationale Gemeinschaft sagt den Piraten am Horn von Afrika den Kampf an: Schon in wenigen Wochen könnten Nato-Kriegsschiffe gegen die Seeräuber vor der somalischen Küste vorgehen, wie die Militärallianz am Donnerstag auf einem Verteidigungsministertreffen in Budapest mitteilte. Auch Russland hat die Entsendung von Kriegsschiffen ans Horn von Afrika angekündigt. Die Bundeswehr will sich an einer EU-Mission gegen die Piraten beteiligen, die schon mehrere Schiffe mit Deutschen an Bord überfallen haben.

Auch die Türkei hilft

Zusätzlich zu der geplanten EU-Mission wollen nun auch die USA und die Türkei gegen die Seeräuber vorgehen. Sie werden dies nach Angaben von Nato-Sprecher James Appathurai im Rahmen eines Einsatzes des ständigen maritimen Einsatzverbands des Bündnisses tun, der in zwei Wochen ans Horn von Afrika entsandt wird. Diesem Verband gehören auch zwei deutsche Schiffe an, die allerdings mangels Mandat nicht gegen Piraten eingesetzt werden dürfen: Die «FGS Karlsruhe» und die «FGS Rhön».

Die Bundeswehr will soll sich aber mit einer Fregatte an der geplanten EU-Mission gegen Piraten beteiligen, die voraussichtlich im Dezember beginnen wird. Die EU erwägt, insgesamt bis zu drei Fregatten, ein Versorgungsschiff und drei Überwachungsflugzeuge in die Küstengewässer am Horn von Afrika zu entsenden, wie das Bundesverteidigungsministerium in Berlin erklärte.

In diesem Jahr hat es nach Angaben der Internationalen Seefahrtsbehörde (IMB) in Kuala Lumpur bereits über 60 Piratenangriffe vor Somalia gegeben. Die meisten Schiffe wurden im Golf von Aden gekapert, der das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet. Der Golf von Aden ist eine der meistbefahrenen Schifffahrtstrassen der Welt, jährlich benutzen rund 20.000 Schiffe die Passage.

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