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Schottland: Nationalpartei will neues Referendum

Boris Johnson könne das schottische Volk nicht davon abhalten, über seine eigene Zukunft zu bestimmen, sagt die SNP-Vorsitzende.

Nicola Sturgeon, Vorsitzende der Scottish National Party, äussert sich in Glasgow zu den Resultaten. (13. Dezember 2019) Bild: Russell Cheyne/Reuters
Nicola Sturgeon, Vorsitzende der Scottish National Party, äussert sich in Glasgow zu den Resultaten. (13. Dezember 2019) Bild: Russell Cheyne/Reuters

Die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP), Nicola Sturgeon, hat nach der Parlamentswahl in Grossbritannien angekündigt, für ein zweites Unabhängigkeits-Referendum kämpfen zu wollen (zum Wahl-Ticker).

«Boris Johnson hat erstens kein Recht, Schottland aus der EU zu nehmen und zweitens kein Recht zu verhindern, dass das schottische Volk über seine eigene Zukunft bestimmt», sagte die schottische Regierungschefin am frühen Freitagmorgen in der BBC.

Die sozialdemokratisch und pro-europäisch ausgerichtete Schottische Nationalpartei hat bei der Wahl am Donnerstag hervorragend abgeschnitten und wird Vorhersagen zufolge möglicherweise mehr als 50 der 59 schottischen Parlamentssitze gewinnen. Die Konservativen könnten in Schottland komplett leer ausgehen, nachdem sie 2017 noch 13 Mandaten geholt hatten.

Auf Betreiben der SNP war es bereits 2014 zu einem Referendum über die Unabhängigkeit Grossbritanniens vom Vereinigten Königreich gekommen. Die Schotten hatten eine Abspaltung damals jedoch mehrheitlich abgelehnt. Der britische Premierminister Boris Johnson sieht ein zweites Referendum, das wohl von Westminster genehmigt werden müsste, skeptisch.

SDA/red

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