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Nachahmung nicht empfohlen

Griechenlands neuer Premier liebäugelt damit, dem Vorbild Argentiniens zu folgen und die Schulden nicht mehr zu bedienen.

Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras. Foto: Reuters
Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras. Foto: Reuters

Während einer Parlamentsdebatte in Athen rief Alexis Tsipras im September 2012: «Hätten wir doch dasselbe getan wie Argentinien! Auch die Argentinier hatten enorme wirtschaftliche Probleme, und sie haben sie mit Würde bewältigt.» Vielleicht sprach Tsipras, damals Oppositionsführer und heute Premierminister, unter dem Einfluss des seit drei Jahrzehnten in Griechenland lebenden Argentiniers Kostas Isijos, der zu den Gründungsmitgliedern der Linkspartei Syriza gehört und soeben zum Vizeverteidigungsminister ernannt worden ist. Vielleicht erinnerte sich Tsipras auch daran, dass ein Jahr zuvor selbst zwei so bedeutende Ökonomen wie Nouriel Roubini und Paul Krugman die Massnahmen der argentinischen Regierung während der Schuldenkrise und des Staatsbankrotts 2001 als beispielhaft für das südeuropäische Land bezeichnet hatten.

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