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Merkel telefoniert durch Europa

Die Bundeskanzlerin hat sich angesichts der Börsenlage mit mehreren europäischen Regierungschefs kurzgeschlossen. Derweil hat Silvio Berlusconi ein Sondertreffen der G-7 angekündigt.

Gespräch in der Krise: Nicolas Sarkozy und Angela Merkel.
Gespräch in der Krise: Nicolas Sarkozy und Angela Merkel.
Keystone

Angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy über die Schuldenkrise in Europa gesprochen. Beide hätten dazu am Abend ein Telefonat geführt, sagte ein Regierungssprecher am Abend.

Nach Angaben aus Regierungskreisen telefonierte Merkel im Anschluss daran noch mit den Regierungschefs anderer europäischer Länder; darunter Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und der britischen Premierminister David Cameron.

«Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass die Beschlüsse des EU-Gipfels vom 21. Juli schnell umgesetzt werden sollen», hiess es. Für den Abend war ein weiteres Telefonat mit dem US-Präsidenten Barack Obama geplant. Die Kanzlerin hält sich derzeit im Urlaub in Südtirol auf. Derzeit wird an den Finanzmärkten vor allem die Lage in Italien und Spanien mit grosser Sorge betrachtet.

G-7 Gipfel

Am Abend hat der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ein baldiges Treffen der G-7-Finanzminister angekündigt. Die Konferenz werde binnen weniger Tage stattfinden, erklärte Berlusconi in Rom. Dies habe er mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy und Spaniens Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero abgesprochen.

Ruf nach Urlaubsstopp

Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, hat derweil eine Rückkehr von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus dem Urlaub verlangt. «Die Bundeskanzlerin muss ihren Urlaub beenden, bevor sie von den Märkten dazu gezwungen wird», sagte Schneider zu «Spiegel Online».

«In diesem Jahr kann sich die Bundesregierung einen Urlaub nicht leisten.» Schneider forderte die Kanzlerin auf, ihre «Politik der kleinen Schritte» in der Schuldenkrise zu beenden und eine «grosse Lösung nicht weiter zu blockieren».

dapd/jak

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