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Medwedew lässt Putin den Vortritt

Der russische Präsident wird seiner Rolle als Vertrauter Wladimir Putins gerecht: Sollte der wieder Präsident sein wollen, würde er verzichten, liess Medwedew verlauten. Die Begründung liefert er mit.

Gilt als politischer Ziehsohn Wladimir Putins: Dmitri Medwedew, hier Ende Juli bei einer Telefonkonferenz zu den Waldbränden.
Gilt als politischer Ziehsohn Wladimir Putins: Dmitri Medwedew, hier Ende Juli bei einer Telefonkonferenz zu den Waldbränden.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat nach eigener Aussage noch nicht entschieden, ob er 2012 für eine zweite Amtszeit kandidiert. Er werde aber nicht antreten, wenn Ministerpräsident Wladimir Putin sich erneut um das höchste Staatsamt bewerben sollte, erklärte Medwedew.

«Ich weiss nicht, was 2012 sein wird. Ich habe noch nicht über eine Kandidatur entschieden», zitierten die amtlichen Nachrichtenagenturen RIA und Itar-Tass den Staatschef am Montag. Möglicherweise werde er antreten, möglicherweise Putin, eventuell auch ein anderer Bewerber. Medwedew bezeichnete Stabilität als höchste Priorität der russischen Politik. Wenn daher zwei Verbündete um das Präsidentenamt kandidierten, schade das dem Land.

Putin hatte 2008 zwei Amtszeiten als Präsident beendet und durfte nicht wieder antreten. Der Ministerpräsident, der als starker Mann Russlands gilt und stets hohe Umfragewerte erzielt, kann sich aber 2012 wieder um das Amt des Staatschefs bemühen. Putin hat bereits erklärt, er werde sich mit Medwedew darüber verständigen, wer in zwei Jahren kandidiere.

SDA/oku

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