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Marine Le Pen auf Lampedusa ausgepfiffen

Die Chefin der französischen Rechtsextremen ist bei ihrem Kurzbesuch auf der italienischen Insel mit Schmährufen begrüsst worden. «Rassisten raus!» riefen Demonstranten der Parteivorsitzenden zu.

Unfreundlich empfangen: Marine Le Pen, Chefin des französischen Front National, steht auf Lampedusa den Medien Red und Antwort.
Unfreundlich empfangen: Marine Le Pen, Chefin des französischen Front National, steht auf Lampedusa den Medien Red und Antwort.
AFP

Marine Le Pen reiste mit dem italienischen Europaabgeordneten Mario Borghezio von der rechtspopulistischen Lega Nord nach Lampedusa, um Europa auf die Flüchtlinge aus Nordafrika aufmerksam zu machen. Heute kämen einige tausend Einwanderer an der europäischen Küste an, bald könnten es «hunderttausende» sein, warnte Le Pen, die bei der Präsidentschaftswahl gegen Staatschef Nicolas Sarkozy antreten wird.

«Völlig im Stich gelassen»

«Die Verantwortlichen in Europa schauen weg und versuchen, die Gefahr der Flüchtlingsströme kleinzureden», sagte die rechtsextreme Politikerin. Sie wolle den Einwohnern der Mittelmeerinsel ihre Unterstützung anbieten, die sich von der Europäischen Union «völlig im Stich gelassen» fühlten. In Europa gebe es keine Grenzen mehr, deshalb müsse auch Frankreich sich von der Flüchtlingsfrage betroffen fühlen, sagte Le Pen.

Seit Beginn der Volksaufstände in Tunesien, Libyen und weiteren arabischen Staaten im südlichen Mittelmeerraum landeten nach Angaben der italienischen Regierung knapp 10'000 Bootsflüchtlinge auf der zwanzig Quadratkilometer kleinen Insel vor Sizilien - doppelt so viele wie im ganzen Vorjahr. Lampedusa liegt 138 Kilometer von Tunesien entfernt.

AFP/pbe

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