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Marine entdeckt 18 tote Flüchtlinge vor Lampedusa

Allein in den vergangenen Tagen hat die italienische Küstenwache mehr als 3500 Flüchtlinge aufgegriffen. Vor Lampedusa geriet zuletzt ein Schlauchboot mit 92 Menschen an Bord in Seenot.

Überwacht seit Monaten das Mittelmeer: Die italienische Marine vor der Küste Siziliens. (1. Juli 2014)
Überwacht seit Monaten das Mittelmeer: Die italienische Marine vor der Küste Siziliens. (1. Juli 2014)
AFP

Die italienische Marine hat auf einem Flüchtlingsboot vor der Insel Lampedusa 18 Tote entdeckt. Das Marineschiff «Sirio» entdeckte das Schlauchboot, das südlich von Lampedusa in Seenot geraten war. Das Boot hatte demnach einen Motorschaden. Neben den 18 Leichen fand die Marine 73 Überlebende.

Italiens Marine überwacht das Mittelmeer seit Monaten im Zuge des Einsatzes «Mare Nostrum» (Unser Meer). Der Einsatz wurde gestartet, nachdem im vergangenen Jahr hunderte Menschen beim Versuch ertrunken waren, die EU über das Mittelmeer zu erreichen.

Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR kamen seit Anfang des Jahres mehr als 100'000 Flüchtlinge über das Meer nach Italien.

Allein seit Freitag wurden in der Strasse von Sizilien, dem Gebiet zwischen Sizilien und der libyschen und tunesischen Küste, mehr als 3500 Bootsflüchtlinge aufgegriffen. Vor allem am Samstag rückten die italienische Marine und Küstenwache zu vielen Rettungseinsätzen aus.

SDA/ajk

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