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Litauens Mitterechts-Opposition liegt in Führung

Bei der ersten Runde der Parlamentswahlen in Litauen hat das Oppositionslager gegen den sozialdemokratischen Regierungschef Gediminas Kirkilas gewonnen.

Wie die Wahlkommission in Vilnius nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen mitteilte, lag die Vaterlandsunion des konservativen Spitzenkandidaten Andrius Kubilius mit 19,6 Prozent vorn.

Die populistische Gruppierung Nationale Wiedergeburt des TV- Unterhaltungsstars Arunas Valinskas belegte mit 15,2 Prozent überraschend den zweiten Platz. Die dritthöchste Stimmenzahl mit 12,8 Prozent erreichte die ebenfalls als populistisch geltende Partei Ordnung und Gerechtigkeit von Ex-Präsident Rolandas Paksas.

Entscheidende zweite Runde

Die Sozialdemokraten von Kirkilas kamen auf 11,8 Prozent. An fünfter Stelle folgte die Arbeitspartei des russischstämmigen Industriellen Viktor Uspaskich mit 9,2 Prozent. Knapp über die Fünf-Prozent-Klausel kamen zwei liberale Parteien. Die vier Koalitionspartner aus dem Mitte-Links-Spektrum und der Bauern-Partei scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde.

«Es ist noch zu früh, um über eine Koalition zu sprechen», sagte Wahl-Sieger Kubilius. Die genaue Sitzverteilung im Parlament wird erst nach der zweiten Wahlrunde in zwei Wochen feststehen. Dabei wird über die zweite Hälfte der 141 Sitze in Litauens Parlament Seimas in einer Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten entschieden. Im ersten ging es um 70 Mandate nach Parteilisten.

Seit Erlangung der Unabhängigkeit Litauens 1991 von der damaligen Sowjetunion haben elf Ministerpräsidenten amtiert. Es ist möglich, dass es nun zu einer weiteren neuen Regierungskoalition kommt.

(SDA)

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