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Lange war sie die hübsche kleine Enkelin

Marion Maréchal-Le Pen ist erst 25. Nun landete sie in der ersten Wahlrunde als FN-Spitzenkandidatin auf dem ersten Platz. Wer ist die blonde Nachwuchspolitikerin?

Lancierte schon früh ihre Politkarriere, gestern triumphierte sie: Maréchal-Le Pen.
Lancierte schon früh ihre Politkarriere, gestern triumphierte sie: Maréchal-Le Pen.
AFP

Marion Maréchal-Le Pen wurde lange Zeit als die hübsche kleine Enkelin des FN-Gründers und Nichte der Parteichefin belächelt. Doch 2012 gelang der blonden Nachwuchspolitikerin eine kleine Sensation: Mit nur 22 Jahren zog sie als jüngste Abgeordnete in die Nationalversammlung ein. Dort tritt sie immer selbstsicherer auf und scheut auch Rededuelle mit dem wortgewaltigen sozialistischen Premier Manuel Valls nicht.

Sie lässt sich feiern: Maréchal-Le Pen nach dem Sieg bei den Regionalwahlen.

Ihre politische Karriere begann sie in gewisser Weise als Zweijährige in den Armen ihres Grossvaters: Anfang der 90er Jahre posierte Jean-Marie Le Pen für ein Wahlkampfplakat mit seiner strohblonden Lieblingsenkelin, der Tochter von Marine Le Pens älterer Schwester Yann.

Keine «Marionette» ihres Grossvaters

Zwei Jahrzehnte später war es wieder der Familien-Patriarch, der sie ins Rampenlicht schob: Er drängte die widerwillige Jurastudentin zu ihrer Kandidatur bei den Parlamentswahlen 2012. Spitzenkandidatin in der südfranzösischen Provence-Alpes-Côte d'Azur wurde sie bei den jetzigen Regionalwahlen, weil ihr Grossvater nach seinen erneuten antisemitischen Ausfällen auf eine Kandidatur verzichten musste.

Eine «Marionette» ihres Grossvaters oder ihrer Tante will Maréchal-Le Pen aber nicht sein, wie sie selbst betont. So gilt die junge Abgeordnete etwa bei der Einwanderungspolitik als noch radikaler als die Parteichefin.

Gegen die Todesstrafe

Die strenggläubige Katholikin, Mutter einer kleinen Tochter, stand bei den Protesten gegen eine Einführung der Homo-Ehe an vorderster Front, während sich ihre Tante bedeckt hielt. Anders als ihre Tante und ihr Grossvater ist sie aber gegen eine Wiedereinführung der Todesstrafe.

Marine Le Pen spricht nach ihrem Wahlsieg zu ihren Wählern. (Reuters)

AFP

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