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Krims Märchen

Mit viel Pathos holte Wladimir Putin vor einem Jahr die Halbinsel «zurück in den Heimathafen». Ein Besuch bei denen, die nie gejubelt haben.

Orthodoxe Weihnachten: Prorussische Krim-Bewohner feiern im Schwarzen Meer bei Jewpatorija und schwenken eine russische Flagge (7. Januar 2015). Foto: Alexander Polegenko (AP)
Orthodoxe Weihnachten: Prorussische Krim-Bewohner feiern im Schwarzen Meer bei Jewpatorija und schwenken eine russische Flagge (7. Januar 2015). Foto: Alexander Polegenko (AP)

Diesmal haben sie nur Hunger. Fünf kräftige Männer sitzen um einen Tisch im Café Musafir und blättern in der Speisekarte. Sie haben blonde Bürstenschnitte, auf dem Fahrzeug, das sie draussen auf dem Parkplatz abgestellt haben, steht «Omon». Die Sondereinheit der russischen Polizei wird überall eingesetzt, wo es etwas härter zugeht: bei Demonstrationen, Anti-Terror-Operationen, Razzien. «Sind Sie wirklich nur zum Essen gekommen?», fragt die Wirtin. «Ja, ja. Machen Sie sich keine Sorgen», beteuern die Männer. «Ich frage nur», sagt die Wirtin, «weil wir heute schon eine Überprüfung hatten. Ihre Kollegen sind erst vor zehn Minuten gegangen.»

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