«Italiens Regierung zeigt Europa den Stinkefinger»

Gibt die EU im Streit um Italiens Budgetdefizit nach, könnte es zu einem nationalen Notstand kommen, sagt Ökonomin Lucrezia Reichlin im Interview.

Wollen gegenüber der EU nicht nachgeben: Arbeitsminister Luigi Di Maio, Premierminister Giuseppe Conte und Innenminister Matteo Salvini (v.l.n.r.) an einer Pressekonferenz zum italienischen Budgetdefizit.

Wollen gegenüber der EU nicht nachgeben: Arbeitsminister Luigi Di Maio, Premierminister Giuseppe Conte und Innenminister Matteo Salvini (v.l.n.r.) an einer Pressekonferenz zum italienischen Budgetdefizit.

(Bild: Keystone Claudio Peri)

Sandro Benini@BeniniSandro

Regiert in Italien der Wahnsinn?
Das scheint mir dann doch etwas übertrieben.

Aus ökonomischer Sicht, meine ich.
Die gegenwärtige italienische Regierung aus Lega und 5 Stelle ist fest davon überzeugt, dass sie die Wirtschaft ankurbeln kann, indem sie viel Geld ausgibt, indem sie Defizite und höhere Schulden in Kauf nimmt. Der Glaube ist weitverbreitet, Donald Trump tut genau dasselbe. In Italien hofft die Regierung zum Beispiel, durch die Einführung eines Grundeinkommens, des «reddito di cittadinanza», die Konsumlust der Bürger zu stimulieren und so die Gesamtnachfrage zu erhöhen.

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