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Die Street-Art, die Corbyn zum Verhängnis wird

Eine antisemitische Karikatur sechs Monopoly spielender Männer sollte in London übermalt werden. Dagegen sprach sich der Labour-Chef aus. Die Hintergründe.

«Ich bedaure aufrichtig, dass ich das Wandbild nicht genauer betrachtet habe»: Die Hanburystreet in London. Bild: Twitter / Funk Mainstream
«Ich bedaure aufrichtig, dass ich das Wandbild nicht genauer betrachtet habe»: Die Hanburystreet in London. Bild: Twitter / Funk Mainstream
Reuters

Dass sich die politischen Extreme oft berühren, weiss man nicht erst, seit Horst Mahler, Zahnarztsohn, Rechtsanwalt und späterer Mitbegründer der RAF, in den Neunzigerjahren vom Linksterroristen zum Neonazi mutierte. Was radikale Rechte und Linke teilen, ist der Glaube an Verschwörungstheorien. Die Einbildung, man habe der Welt ihr Geheimnis entrissen, sei mit der Wahrheit im Bunde, verbindet die äussersten Randzonen des Politischen. Einig sind sich die beiden Lager auch in der Frage, wie man mit internen Abweichlern zu verfahren habe. Diese sind in jedem Fall zu neutralisieren. In Rechtsstaaten wird das Problem durch Mobbing oder Parteiausschluss gelöst. In Diktaturen durch Auftragsmord oder Schauprozess mit anschliessender Exekution.

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