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«In Slowjansk regiert die Kalaschnikow»

Entführte OSZE-Beobachter und Drohungen gegen Journalisten: Die Lage in der Ostukraine ist angespannt. TA-Korrespondent David Nauer ist in Slowjansk und berichtet, was in den besetzten Gebieten vor sich geht.

Sturm auf weitere Verwaltungsgebäude in der Ostukraine: Prorussische Separatisten in Lugansk.
Sturm auf weitere Verwaltungsgebäude in der Ostukraine: Prorussische Separatisten in Lugansk.
Reuters
Bietet die festgehaltenen Militärbeobachter, wenn die EU ihre neuen Sanktionen zurücknimmt: Der selbsternannte Bürgermeister von Slowjansk Wacheslaw Ponomarew. (28. April 2014)
Bietet die festgehaltenen Militärbeobachter, wenn die EU ihre neuen Sanktionen zurücknimmt: Der selbsternannte Bürgermeister von Slowjansk Wacheslaw Ponomarew. (28. April 2014)
Alexander Zemlianichenko, Keystone
Die Nato verstärkt wegen der Ukraine-Krise ihre Präsenz an der Ostgrenze: Die ersten amerikanischen Soldaten treffen im polnischen Swidwin ein. (23. April 2014)
Die Nato verstärkt wegen der Ukraine-Krise ihre Präsenz an der Ostgrenze: Die ersten amerikanischen Soldaten treffen im polnischen Swidwin ein. (23. April 2014)
Janek Skarzynski, AFP
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Bei Kämpfen zwischen ukrainischen Soldaten und prorussischen Milizen in der Region Donezk sind letzte Woche fünf Menschen gestorben, gestern wurden 13 Mitglieder einer OSZE-Delegation entführt. Wie gefährlich ist es vor Ort? Das hängt davon ab, wo man sich aufhält. Moskautreue Separatisten sind in insgesamt zehn Städten aktiv, in unterschiedlichem Ausmass. Am angespanntesten ist die Stimmung sicher hier in Slowjansk. Rund um die Stadt sind Strassensperren errichtet, die von professionell aussehenden Milizen bewacht werden – aber auch von Bewohnern, die sich selber mit Helmen und Schlagstöcken ausgerüstet haben und freiwillig hierher gekommen sind, um die Separatisten zu unterstützen. In der Stadt selber ist es relativ ruhig: Die Märkte sind offen, die Menschen gehen einkaufen, Frauen mit Kinderwagen und ältere Leute spazieren durch den Park. Nur die Regierungsgebäude sind besetzt und von Barrikaden umgeben.

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