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«In die Politik gehören Gefühle»

Politologe Jan-Werner Müller glaubt, dass symbolhafte Taten von Politikern nicht nur Populisten zustehen. Es wäre ein Mittel, um den Rechtsrutsch in Europa zu bremsen.

«Man muss zwischen den Anführern der Populisten und ihrer Wählerschaft unterscheiden», sagt Jan-Werner Müller. Foto: Antoine Doyen
«Man muss zwischen den Anführern der Populisten und ihrer Wählerschaft unterscheiden», sagt Jan-Werner Müller. Foto: Antoine Doyen

Sozial- und Christdemokratie in Westeuropa sind am Zerbröseln. Ist das der Anfang vom Ende der Demokratie?

Nein. Der Niedergang der Volksparteien hat gesellschaftliche Gründe. Er bedeutet aber nicht das Ende der repräsentativen Demokratie – im Gegenteil: Es ist wünschenswert, dass sich Parteiensysteme wandeln, wenn sich die Gesellschaft ändern oder Parteien sich diskreditiert haben. Die Gründung von Podemos in Spanien zum Beispiel ist doch etwas Positives, eine Reaktion auf die Korruption der Volksparteien, die sich immer ähnlicher werden.

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