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Ein Blinder auf dem Balkan

Nobelpreisträger Peter Handke verhöhnt die Opfer der Balkankriege und missbraucht die Sprache, um die Täter zu amnestieren. Er sollte geächtet und nicht gewürdigt werden.

«Als er starb, traf mich eine merkwürdige Trauer»: Peter Handke bei der Beerdigung des Despoten Slobodan Milosevic im Jahr 2006.

«Als er starb, traf mich eine merkwürdige Trauer»: Peter Handke bei der Beerdigung des Despoten Slobodan Milosevic im Jahr 2006.

(Bild: Keystone)

Enver Robelli@enver_robelli

Was sind das für finstere Zeiten, wo ein Dichter, der seit fast 25 Jahren wie ein Blinder durch die blutige Geschichte des Balkans irrt, nun auch noch mit dem Literaturnobelpreis geadelt wird? Die Rede ist von Peter Handke, der Mitte der 1990er-Jahre nach Visegrad kam, um die Wahrheit zu suchen und zu finden – jene Wahrheit also, die seiner Meinung nach die verhassten westlichen Journalisten mutwillig verschwiegen hätten.

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