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«Ich habe die Wut der Menschen verstanden»

Der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron ist davon überzeugt, die tief gespaltene Gesellschaft wieder versöhnen zu können.

«Es wird keine Koalition mit den beiden existierenden grossen Parteien geben», sagt Emmanuel Macron. Foto: Corbis, Getty Images

«Es wird keine Koalition mit den beiden existierenden grossen Parteien geben», sagt Emmanuel Macron. Foto: Corbis, Getty Images

Vor einem Jahr haben Sie sich in einer Rede in Orléans ­andeutungsweise mit Jeanne d’Arc verglichen, die das « System ­geknackt» habe. Haben Sie mit Ihrem knappen Sieg im ersten ­Wahlgang am 23. April ebenfalls das System geknackt?
Ich wollte damals in erster Linie dem Front National eine grosse Persönlichkeit der französischen Geschichte wieder wegnehmen. Ich wollte auch auf­zeigen, dass sich die Geschichte Frankreichs nicht auf eine binäre Weltsicht ­beschränken sollte. Jeanne d’Arc ist Teil einer republikanischen Geschichte. Dies war das einzige Ziel meiner Rede. Das Wahlresultat vom 23. April ist etwas ­völlig anderes. Ich habe daraus mehrere Lehren gezogen.

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