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«Ich bin keine Light-Version von Bush»

Wenn Barack Obama in diesen Tagen Deutschland besucht, bläst ihm ein eisiger Wind entgegen. Von einer «enttäuschten Liebe» ist die Rede. Doch der US-Präsident hat noch einen wichtigen Joker im Ärmel.

Er kommt nicht mehr als Wahlkämpfer: Barack Obama in Irland. (17. Juni 2013)
Er kommt nicht mehr als Wahlkämpfer: Barack Obama in Irland. (17. Juni 2013)
Keystone

«Ich bin ein Berliner», sagte John F. Kennedy bei seinem Deutschland-Besuch im Jahr 1963 und erntete dafür tosenden Applaus. Ob sein Nachfolger Barack Obama ebenfalls den Gemeinschaftssinn beschwört, um die Gunst der Berliner zu gewinnen, erscheint unwahrscheinlich.

Noch nie schien die Distanzierung zu seiner Politik grösser. Anstatt den US-Präsidenten mit offenen Armen zu empfangen, fragt die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung»: «Ist Barack Obama noch tragbar?» Die «Berliner Zeitung» schreibt von einer «enttäuschten Liebe». Und die Frage darf gestellt werden: Was soll der 44. Präsident der Vereinigten Staaten den Deutschen zurufen, damit seine einstige Beliebtheit wiederhergestellt werden kann? Seit in Europa die Obamania herrschte, sind fünf Jahre vergangen. Und jetzt, da der Whistleblower Edward Snowden Obama unterstellt, er amte wie sein Vorgänger, ist die Situation für den US-Präsidenten nicht angenehmer geworden.

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