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Holocaust-Überlebender verklagt Deutschland

Deutschland ist vor einem Gericht in den USA wegen einer von den Nazis 1938 beschlagnahmten Gemäldesammlung eines jüdischen Kunsthändlers auf Schadenersatz verklagt worden.

Kläger ist ein 82-jähriger Holocaust-Überlebender mit seiner Familie. Der pensionierte Wirtschaftsprofessor lebt heute im US-Staat Tennessee. Fred Westfield ist ein Neffe des Kunsthändlers, der nach der Reichspogromnacht am 9. November 1938 von den Nazis inhaftiert und später im Todeslager Auschwitz umgebracht wurde. Die Klage gegen die Bundesrepublik wurde am 3. Oktober bei einem Gericht in Davidson County in Tennessee eingereicht, wie einer der beteiligten Juristen, der Juraprofessor Jeffrey Schoenblum, sagte.

Flucht nach der Reichspogromnacht

Westfields Familie floh nach der Reichspogromnacht aus Deutschland und liess sich später in den USA nieder. Seinen Onkel Walter Westfeld (richtig) habe er zuletzt bei der Feier zu seinem zwölften Geburtstag zwei Tage vor dem 9. November 1938 gesehen, sagte Westfield. Die Gemäldesammlung seines Onkels umfasste der Klageschrift zufolge etwa 400 Kunstwerke, die heute einen Wert von mehreren zehn Millionen Dollar hätten. Unter den Bildern waren Werke von El Greco und Peter Paul Rubens. Die Kunstsammlung wurde laut der Klage zunächst von den Nazis beschlagnahmt und später versteigert.

AP/vin

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