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Hoeness soll im Amt bleiben

Zuletzt wurde heiss über einen Rücktritt von FC-Bayern-Manager Uli Hoeness debattiert. Nun hat sich der Verein dagegen entschieden. Ganz ausgestanden ist die Angelegenheit für den 61-Jährigen aber noch nicht.

Soll die Spitzenämter beim FC Bayern vorerst weiter ausüben dürfen: Uli Hoeness.
Soll die Spitzenämter beim FC Bayern vorerst weiter ausüben dürfen: Uli Hoeness.
Keystone

Uli Hoeness soll trotz der Steueraffäre seine Spitzenämter als Präsident und Aufsichtsratschef beim FC Bayern München vorerst behalten. Der Aufsichtsrat habe einvernehmlich entschieden, dass Hoeness das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden weiter ausüben solle, teilte der Verein nach der Sitzung des Gremiums heute mit.

In der FC Bayern München AG sind die Ämter des Präsidenten und des Aufsichtsratsvorsitzenden aneinander gekoppelt. Der 61-Jährige hatte kürzlich durch eine Selbstanzeige eingeräumt, jahrelang ein Konto in der Schweiz verheimlicht und die fälligen Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Ihm könnte dabei sogar eine Gefängnisstrafe drohen. In einem Interview hatte Hoeness die Steuerhinterziehung kürzlich als «grosse Torheit» bezeichnet, er begründete sie auch mit zeitweiser Spielsucht.

Hoeness hätte Amt freiweillig ruhen lassen

Den Angaben zufolge entschuldigte sich Hoeness bei der Aufsichtsratssitzung. Er bot demnach an, sein Amt als Aufsichtsratschef ruhen zu lassen, bis die Behörden über die strafbefreiende Wirkung seiner Selbstanzeige entschieden hätten. Das Gremium habe dies mit Verweis auf die anstehenden «sportlichen Herausforderungen» im Finale der Champions League und beim DFB-Pokal begründet. Der Bundesliga-Verein steht am 25. Mai gegen Borussia Dortmund in London im Finale der Champions League. Das deutsche Pokalfinale wird am 1. Juni in Berlin ausgespielt.

Ganz ausgestanden ist die Angelegenheit für den Bayern-Präsidenten damit aber nicht: Der Aufsichtsrat werde «die Angelegenheit weiterhin beobachten und sich bei Vorliegen neuer Erkenntnisse» erneut mit dem Thema befassen, hiess es in der Vereinsmitteilung.

AFP/mrs

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