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Noch nie haben so wenig Franzosen gewählt

Frankreich wählt – und kaum einer geht hin. Bei der Wahlbeteiligung zeichnet sich ein historisches Tief ab.

Neuer Tiefstand bei der Wahlbeteiligung in der Geschichte der 1958 gegründeten Fünften Republik: Wahllokal in Marseille. (18. Juni 2017)
Neuer Tiefstand bei der Wahlbeteiligung in der Geschichte der 1958 gegründeten Fünften Republik: Wahllokal in Marseille. (18. Juni 2017)
Claude Paris, Keystone

Frankreich hat bei der zweiten Runde der Parlamentswahl einen neuen Negativrekord bei der Wahlbeteiligung aufgestellt. Weniger als 50 Prozent der Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben. Das sind noch weniger als im ersten Wahlgang, wo die Beteiligung 48,7 Prozent betrug. Die Wahlbeteiligung wäre bei der Vergabe der 577 Sitze in der Nationalversammlung besonders für die Oppositionsparteien wichtig gewesen.

Meinungsforscher sehen sie über den Tag gerechnet bei 42 bis 43 Prozent. Das wäre ein neuer Tiefstand in der Geschichte der 1958 gegründeten Fünften Republik. Zur Wahl aufgerufen waren 47 Millionen Franzosen.

Präsident Emmanuel Macron hat mit seiner Partei La La République en Marche haushoch gesiegt. Damit hätte er ausreichend Rückhalt für sein Reformprogramm – noch in diesem Monat will die Regierung eine umstrittene Lockerung des Arbeitsrechts auf den Weg bringen.

(AFP)

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