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«Habe keine schlechten Tage, bin ja keine Frau»

In einem Interview mit US-Regisseur Oliver Stone gewährt Wladimir Putin Einblicke in seine – teils chauvinistisch geprägte – Gedankenwelt.

Zeigt sich immer wieder als Stuntman: Wladimir Putin im U-Boot C-Explorer 5 im Golf von Finnland. (15. Juli 2013)
Zeigt sich immer wieder als Stuntman: Wladimir Putin im U-Boot C-Explorer 5 im Golf von Finnland. (15. Juli 2013)
Kreml/Aleksey Nikolskyi, Reuters
Der russische Präsident zeigt sich gern als Naturbursche. Er reitet, ...
Der russische Präsident zeigt sich gern als Naturbursche. Er reitet, ...
RIA Novosti/Alexei Druzhinin
Ungeschickt war allerdings diese Aktion: Putin tauchte nach archäologischen Relikten – doch aufmerksame Betrachter des Bildes stellten rasch fest, dass die Amphorenstücke viel zu sauber waren, um frisch aus dem See zu kommen. (10. August 2011)
Ungeschickt war allerdings diese Aktion: Putin tauchte nach archäologischen Relikten – doch aufmerksame Betrachter des Bildes stellten rasch fest, dass die Amphorenstücke viel zu sauber waren, um frisch aus dem See zu kommen. (10. August 2011)
RIA Novosti/Alexei Druzhinin
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Für die vierteilige Dokumentation «The Putin Interviews» (hier gehts zum Trailer) hat sich Oscar-Preisträger Oliver Stone («JFK», «Nixon») über zwei Jahre hinweg mehr als ein Dutzend Mal mit Wladimir Putin getroffen – und dem russischen Präsidenten einige Einblicke in seine Gedankenwelt entlockt.

Unter anderem offenbart der 62-Jährige seine Sichtweise auf das weibliche Geschlecht. Frauen bezeichnet Putin als launische Wesen. Denn auf Stones Frage, ob Putin je einen schlechten Tag habe, sagte der russische Präsident: «Ich bin keine Frau. Ich habe keine schlechten Tage. Ich will damit niemanden beleidigen, aber so ist einfach die Natur», berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Es ist nicht das erste Mal, dass Putin seine Sicht auf Frauen kommentiert. Mitte Januar dieses Jahres hatte er russische Prostituierte als «die besten der Welt» bezeichnet.

Der harte Kerl

Putin beim Eishockeyspielen, Putin beim Gewichtheben und Judo: In gewohnter James-Bond-Manier lässt Putin in der Doku, die vom 12. bis 15. Juni auf dem US-Kabelsender Showtime (CBS) ausgestrahlt wird, kaum eine Gelegenheit aus, sich als harten Kerl zu präsentieren. Unvergessen bleiben seine Inszenierungen der vergangenen Jahre, als sich der Mann, der sein Land mit eiserner Faust regiert, bei maskulinen Hobbys wie Oben-ohne-Angeln, der Wal- oder Tigerjagd oder beim Formel-1-Boliden-Fahren zeigte (siehe Bildstrecke).

Die Produzenten der Dokumentation versprechen «das detailreichste Porträt Putins, das jemals ein westlicher Interviewer zuvor bekommen hat». Thematisiert werden auch der Kommunismus, Putins Kindheit, Homosexualität, seine Beziehungen zu US-Präsidenten und zu Whistleblower Edward Snowden, der Krieg in Syrien und der Ukraine-Konflikt. Die vier einstündigen Folgen werden an 17. Juni auf dem Bezahl-Fernsehsender Sky ausgestrahlt.

Wie Putin zum Symbol des modernen Russlands wurde. (Video: Bloomberg)

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