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Griechischer Journalist erschossen

Ein griechischer Journalist ist am Montagmorgen vor seinem Haus in Athen umgebracht worden – offenbar von linksextremen Gewalttätern.

Der Journalist wurde von Kugeln durchsiebt: Der Leichnam von Sokrates Giolias wird abtransportiert.
Der Journalist wurde von Kugeln durchsiebt: Der Leichnam von Sokrates Giolias wird abtransportiert.
Reuters

Ein bekannter griechischer Journalist und Blogger ist am Montag von mutmasslichen linksextremistischen Terroristen erschossen worden. Sokrates Giolias sei vor seinem Haus in einem Athener Vorort von mindestens 16 Kugeln getroffen worden, teilte die Polizei mit. Am Tatort seien 9-Millimeter-Patronenhülsen aus zwei Waffen gefunden worden, die die griechische Terrorgruppe Sekte der Revolutionäre bereits bei zwei früheren Anschlägen verwendet habe.

Der 37-jährige Giolias leitete den privaten Radiosender Thema FM und schrieb Beiträge für den beliebten Nachrichten-Blog «Troktiko», in dem oft Skandale aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Thema waren. Journalisten und Politiker verurteilten die Tat. «Demokratie und Meinungsfreiheit können nicht geknebelt, terrorisiert oder eingeschüchtert werden», sagte ein Regierungssprecher.

Die Sekte der Revolutionäre war im Dezember 2008 im Zuge landesweiter Unruhen erstmals aufgetaucht. Diese hatten sich am Tod eines Jugendlichen entzündet, den die Polizei erschossen hatte. Die Sekte der Revolutionäre kündigte anschliessend Anschläge auf Polizei und Medien an.

dapd/mt

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