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Griechenland platziert neue Anleihe

Wenige Tage vor wichtigen Beratungen über die Lösung der griechischen Schuldenkrise hat das Land am Kapitalmarkt erfolgreich neue Kredite aufgenommen – allerdings zu hohen Zinsen.

Die Regierung in Athen platzierte am Dienstag Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 13 Wochen. Diese war so gefragt, dass die staatliche Schuldenagentur 450 Millionen Euro mehr einsammelte als geplant. Geboten wurden insgesamt sogar 6,9 Milliarden Euro. Allerdings musste die Behörde den Anlegern eine durchschnittliche Rendite von 3,65 Prozent bieten - mehr als doppelt so viel wie bei der Emission von 13-Wochen-Titeln im Januar.

Der griechische Finanzminister Giorgos Papaconstantinou kündigte an, am Freitag zu Gesprächen mit dem Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, nach Washington zu reisen. Dabei wird er auch US-Finanzminister Tim Geithner treffen. Griechenland ist dringend bemüht, die Details eines Rettungspakets festzuzurren. Die anderen Euro-Staaten haben dem Land bereits kurzfristige Hilfskredite in Höhe von 30 Milliarden Euro versprochen.

Die gute Nachricht am Dienstag war nach Ansicht Papaconstantinous, dass Griechenland es geschafft hat, seine Anleihe zu platzieren. Die hohen Zinsen trüben indes das Ergebnis. Die Risikoprämie für zehnjährige griechische Staatsanleihen erreichte unterdessen einen neuen Höchststand. Die Differenz zu den Zinsen auf zehnjährige Bundesanleihen stieg am Dienstag im Handel auf 4,74 Prozentpunkte. Hinzu kam die Nachricht, dass in dem angeschlagenen Mittelmeerstaat im Januar 62'000 Jobs verloren gingen. Die Arbeitslosenrate stieg auf ein Fünfjahreshoch von 11,3 Prozent.

Vertreter des IWF und der EU werden von Mittwoch an in Athen zusammenkommen, um zehn Tage lang an einem möglichen Rettungspaket zu arbeiten, das auf mehrere Jahre angelegt sein könnte.

ddp/raa

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