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Griechen rufen Italiener zu Hilfe

Der frühere italienische Finanzminister Padoa-Schioppa soll Griechenland als Berater wieder auf Sparkurs bringen. Die Ernennung fällt in eine entscheidende Phase.

Der 70-Jährige Tommaso Padoa-Schioppa werde dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos PapandreouPapandreou in Fragen der Wirtschaft, des Bankwesens und der Schuldenverwaltung zur Seite stehen, hiess es am Dienstag in einer Regierungsmitteilung.

Die Ernennung wurde bekannt, während eine Prüfung der griechischen Sparmassnahmen durch Kontrolleure der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Gange ist. Sie sollen untersuchen, ob Griechenland die Auflagen einhält, die an die Inanspruchnahme der über drei Jahre verteilten Notkredite über 110 Milliarden Euro geknüpft sind. Die bisher verabschiedeten Sparmassnahmen wurden von den Gewerkschaften bereits heftig bekämpft.

Massnahmen gegen Korruption

Nebst den Schulden, soll als nächstes ein weiteres Übel Griechenlands bekämpft werden: Die Korruption. Die Regierung teilte am Montag mit, Ermittlungsverfahren gegen 25 Staatsbedienstete und zehn öffentliche Einrichtungen eingeleitet zu haben.

Den Beamten, darunter Mitarbeiter der Steuerverwaltung und des Zolls, werde Bestechlichkeit, Fälschung von Steuerbescheiden und die illegale Einfuhr von Textilien aus China vorgeworfen. Um die Glaubwürdigkeit der Finanzverwaltung wiederherzustellen, sei man zum konsequenten Durchgreifen entschlossen, erklärte das Finanzministerium.

Bereits in den vergangenen Monaten war die Regierung in Athen gegen mutmassliche Steuerhinterzieher vorgegangen.

dapd/mrs

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