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Gewalteskalation in der Ukraine

Das ukrainische Parlament hat in Kiew eine Reform für mehr Autonomie für die Rebellengebiete gebilligt. Die Gegner reagierten mit brachialer Gewalt.

Wut und Schmerzen: Verletzte Polizisten nach der Detonation eines Sprengsatzes beim Parlamentsgebäude in Kiew. Foto: Reuters
Wut und Schmerzen: Verletzte Polizisten nach der Detonation eines Sprengsatzes beim Parlamentsgebäude in Kiew. Foto: Reuters

Der gestrige Parlamentsentscheid sollte einen kleinen Etappensieg markieren auf dem Weg zum Frieden in der Ost­ukraine. Nach heftigen und wüsten Debatten quer durch alle Parteien stimmten die Abgeordneten der von Präsident Petro Poroschenko eingereichten Verfassungsänderung zu, welche den ukrainischen Regionen mehr Rechte bringen soll. Doch statt dass sich Erleichterung einstellte, explodierte auf dem Platz vor dem Parlament die Gewalt. Dort hatten sich die rechtsextremistischen Gegner der Vorlage versammelt und begannen nun damit, auf die Polizei einzuprügeln. Schliesslich explodierte ein Sprengsatz, offenbar wurde auch geschossen. Mehrere Sicherheitsleute brachen zusammen. Ein Soldat der Nationalgarde wurde laut einem Berater von Innenminister Arsen Awakow durch einen Schuss ins Herz getötet. Fast 100 Polizisten seien verletzt worden, hiess es in Kiew, vier von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

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