Zum Hauptinhalt springen

Geld, leichtere Visumvergabe, mehr Tempo beim EU-Beitritt

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel macht der Türkei diverse Zugeständnisse.

Deutschland setzt bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise auf die Hilfe der Türkei. Bei ihrem Besuch am Sonntag in Istanbul machte Kanzlerin Angela Merkel der türkischen Staatsspitze weitgehende Zugeständnisse. An Deutschland werde ein stärkeres finanzielles Engagement der EU bei der Flüchtlingshilfe in der Türkei nicht scheitern, erklärte sie. Die Türkei hatte zuletzt drei Milliarden Euro an Finanzhilfe verlangt. Ausserdem zeigte sich Merkel bereit, dem Wunsch nach einer rascheren Liberalisierung bei der Visumvergabe nachzukommen. Die stockenden Beitrittsverhandlungen mit der EU will sie wieder mit Leben füllen.

Bei der Forderung, die Türkei als sicheres Herkunftsland einzustufen, signalisierte sie Gesprächsbereitschaft, machte aber keine Zusagen: «Ich habe deutlich gemacht, dass man darüber reden kann.» Sie werde sich auch dafür starkmachen, dass die Türkei wieder an Sitzungen des Europarats teilnehmen könne. Seitdem das Land 2005 offizieller Beitrittskandidat wurde, steht dies der Türkei nicht mehr zu. «Wir haben ein Interesse an einer stabilen Türkei», sagte Merkel.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.