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Früherer Verbündeter Janukowitschs offenbar ermordet

Oleg Kalaschnikow war ein Abgeordneter des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Er ist nicht der erste Tote in diesem Zusammenhang.

Kalaschnikow ist nicht der erste prorussische Abgeordnete, der verstarb: Demonstranten während der grossen Ukraine-Proteste. (01.12.2013)
Kalaschnikow ist nicht der erste prorussische Abgeordnete, der verstarb: Demonstranten während der grossen Ukraine-Proteste. (01.12.2013)
Ivan Sekretarev, Keystone

Ein früherer ukrainischer Abgeordneter der Partei der Regionen des gestürzten prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch ist offenbar ermordet worden.

Oleg Kalaschnikow sei am Abend mit Schusswunden tot in seinem Haus in Kiew gefunden worden, teilte das Innenministerium mit.

Der Abgeordnete Anton Gueraschtschenko erklärte seinerseits, die Polizei habe Ermittlungen wegen vorsätzlichen Mordes aufgenommen. Es würden sowohl politische Motive als auch die These eines Raubmords oder einer Tat aus wirtschaftlichen Gründen geprüft.

Nicht der erste tote Verbündete Janukowitschs

Laut dem Abgeordneten hatte Kalaschnikow während der Proteste der proeuropäischen Opposition vergangenes Jahr Gegenkundgebungen organisiert. Kalaschnikow ist bereits der vierte Verbündete von Janukowitsch, der in den vergangenen zwei Monaten unter verdächtigen Umständen verstarb.

So war der frühere Gouverneur Olexander Peluschenko tot in seinem Haus im Süden der Ukraine gefunden worden. Kurz zuvor war der frühere Abgeordnete Stanislaw Melnik tot in seinem Haus bei Kiew entdeckt worden. Beide Politiker sollen sich das Leben genommen haben.

Ende Februar hatte sich zudem Michailo Tschetschetow, ein hoher Parlamentsmitarbeiter der Partei der Regionen, aus einem Fenster im 17. Stock gestürzt. Ausserdem war Ende März der jüngste Sohn von Janukowitsch mit einem Kleinbus auf dem Eis des Baikal-Sees in Sibirien eingebrochen und ertrunken.

Auch wenn die Vertrauten des Ex-Präsidenten von einem Unfall sprachen, wurde der Vorfall von manchen Beobachtern als verdächtig bewertet. Janukowitsch war im Februar 2014 nach monatelangen Protesten gestürzt worden und ins russische Exil geflohen.

SDA/rsz

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