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Frankreich geht per Gesetz gegen Komasaufen vor

Wer Jugendliche dazu anstiftet, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Alkohol zu trinken, muss in Frankreich künftig mit saftigen Strafen rechnen.

«Wir müssen der Trunkenheit ein Ende setzen»: Zwei jugendliche Komatrinker. (Archivbild)
«Wir müssen der Trunkenheit ein Ende setzen»: Zwei jugendliche Komatrinker. (Archivbild)
Keystone

Per Gesetz will die französische Regierung gegen das sogenannte Komasaufen bei Jugendlichen vorgehen. Wer Minderjährige «direkt zu einem exzessiven Alkoholkonsum» verleite, solle künftig mit bis zu einem Jahr Haft und 15'000 Euro Geldstrafe belegt werden, heisst es in einem am Mittwoch vorgelegten neuen Gesetzesartikel.

«Wir müssen der Trunkenheit, die den Jugendlichen so sehr schadet, ein Ende bereiten», sagte Gesundheitsministerin Marisol Touraine in Paris. In Frankreich wie auch in vielen anderen Ländern landen immer wieder Jugendliche im Spital, die in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Alkohol trinken wollten.

Die Strafen für das Anstiften zum Komasaufen in Frankreich sind in einem neuen Gesundheitsgesetz festgehalten, das am Mittwoch im Kabinett in Paris beschlossen wurde.

Ein bereits bestehendes Gesetz im Kampf gegen häufig von starkem Alkoholkonsum begleitete Einführungsrituale etwa an Hochschulen oder bei der Feuerwehr soll zudem ausgeweitet werden. Wer andere dazu anstiftet, «bis zur Trunkenheit Alkohol zu konsumieren», soll künftig mit sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 7500 Euro belegt werden können.

SDA/chk

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