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Finanzkrise treibt Isländer in die EU

Eine grosse Mehrheit der Isländer wünscht sich laut einer Umfrage einen baldigen Beitritt ihres von der Finanzkrise gebeutelten Landes in die Europäischen Union.

Laut einer in der Zeitung «Frettabladid» veröffentlichten Befragung von 800 Isländern sprachen sich knapp 69 Prozent für eine isländische EU-Kandidatur aus. In einer Umfrage vergangenen Februar lagen die EU-Befürworter bei rund 55 Prozent, im September 2007 nur bei knapp 49 Prozent. Ganze 72,5 Prozent bevorzugen laut «Frettabladid» mittlerweile den Euro anstatt der isländischen Krone, die seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren hat. Island steht wegen der internationalen Bankenkrise am Rande eines Staatsbankrotts.

Island ist EWR-Mitglied

Der Inselstaat mit seinen 320'000 Einwohnern und Einwohnerinnen hat noch nie den Kandidatenstatus für eine EU-Mitgliedschaft beantragt. Island ist jedoch Mitglied beim Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Die konservative Unabhängigkeitspartei von Ministerpräsident Geir Haarde ist gegen einen EU-Beitritt, sein sozialdemokratischer Koalitionspartner dagegen dafür.

SDA/vin

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