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Ex-Doppelagent: Russische Spione müssen die Welt retten

George Blake, ein ehemaliger britischer Spion, der als Doppelagent für die Sowjetunion arbeitete, hat die russischen Spione zu einem Kampf des Guten gegen das Böse aufgerufen.

Wird am Sonntag 95 Jahre alt: George Blake in einer Aufnahme vom 15. November 2006.
Wird am Sonntag 95 Jahre alt: George Blake in einer Aufnahme vom 15. November 2006.
Keystone

Laut dem ehemaligen britischen Doppelagenten George Blake hätten russische Geheimagenten die schwierige und entscheidende Aufgabe, «die Welt zu einer Zeit zu retten, in der die Gefahr von Atomkrieg und einer resultierenden Selbstzerstörung der Menschheit von verantwortungslosen Politikern wieder auf die Agenda gesetzt wurde», berichteten russische Nachrichtenagenturen am Freitag unter Berufung auf ein vom Auslandsgeheimdienst SWR veröffentlichtes Statement. Auch habe der Terrorismus blutige Spuren an vielen Ecken der Welt hinterlassen.

Blake, der am Samstag 95 wird, lebt in Russland, seit er 1966 aus einem britischen Gefängnis entwischte. Er fing während des Zweiten Weltkriegs an, für den britischen Geheimdienst zu arbeiten. Als 1950 der Koreakrieg ausbrach, wurde er dorthin entsandt und wurde vom sozialistischen Norden entführt. Nach eigenen Angaben entschied er sich, für die Sowjetunion zu spionieren, nachdem er gesehen habe, dass die USA Nordkorea gnadenlos bombardiert hätten.

Flucht nach Ostberlin

«Ich erkannte damals, dass solche Konflikte eine tödliche Gefahr für die gesamte Menschheit sind und fällte die wichtigste Entscheidung meines Lebens – freiwillig und kostenlos mit dem sowjetischen Geheimdienst zusammenzuarbeiten, um zu helfen, den Frieden in der Welt zu schützen», hiess es in Blakes Kommentar vom Freitag.

Als Doppelagent hatte Blake einige der begehrtesten britischen Geheimnisse an die Sowjetunion verraten, darunter einen westlichen Plan zur Abhörung sowjetischer Kommunikation mithilfe eines unterirdischen Tunnels nach Ostberlin.

Ein polnischer Überläufer enttarnte Blake 1961. Er wurde zu 42 Jahren Haft verurteilt, flüchtete aber nach Ostberlin. Der SWR sagte am Freitag, dass Blake nicht für ein Interview zur Verfügung stehe.

dapd/nag

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