EU-Kommission will mit DNA-Tests nach Pferdefleisch suchen

Nachdem sich der Pferdefleischskandal auch auf die Schweiz und Deutschland ausgeweitet hat, soll nun Europol eingeschaltet werden. Befürchtet werden auch Medikamente in den Fertigprodukten.

Medikamente in Lebensmitteln befürchtet: Angebliches Rindfleisch in einem Testlabor in Deutschland.

Medikamente in Lebensmitteln befürchtet: Angebliches Rindfleisch in einem Testlabor in Deutschland.

(Bild: Reuters)

Im Pferdefleischskandal fordert die EU-Kommission von den Mitgliedstaaten zusätzliche Tests. Mit DNA-Tests soll ermittelt werden, in welchem Ausmass der Fund von nicht deklariertem Pferdefleisch in Lebensmitteln auf Betrug zurückzuführen ist.

Es solle im März erste Untersuchungen und Mitte April erste Ergebnisse geben, sagte EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg am Mittwoch nach einem Treffen mit den zuständigen Ministern in Brüssel. Die EU-Regierungen sollen am Freitag über die Vorschläge abstimmen.

Suche nach Medikament

Neben DNA-Tests, die Pferdefleisch nachweisen können, solle auch auf ein bestimmtes entzündungshemmendes Medikament untersucht werden, das bei Pferden angewendet wird und das die Fleischprodukte für Menschen ungeniessbar machen würde.

Borg forderte die EU-Kommission zugleich auf, ihre Überlegungen zur präziseren Etikettierung von Rindfleisch-Produkten voranzutreiben. Die europäische Polizeibehörde Europol soll ausserdem die Ermittlungen in den Mitgliedstaaten rund um den Skandal koordinieren.

Der Skandal weitet sich auf immer mehr Länder aus. Inzwischen hat er auch Deutschland und die Schweiz erreicht.

mw/sda

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