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EU feilscht um ukrainische Gasschulden

4,5 Milliarden Dollar verlangt Russland von der Ukraine für vergangene Gaslieferungen. Die EU versucht zu vermitteln.

Sollen zwischen Russland und der Ukraine vermitteln: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der slowakische Premier Robert Fico vor einer Pressekonferenz in Bratislava. (20. Oktober 2014)
Sollen zwischen Russland und der Ukraine vermitteln: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der slowakische Premier Robert Fico vor einer Pressekonferenz in Bratislava. (20. Oktober 2014)
Keystone

Während EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Kiew Möglichkeiten für eine Lösung des Gas-Konfliktes zwischen der Ukraine und Russland auszuloten versuchte, haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der slowakische Regierungschef Robert Fico die Ukraine zu mehr Engagement aufgerufen. Es dürfe nicht erwartet werden, dass die EU die ukrainischen Gasschulden bei Russland übernehme, machte Fico deutlich.

«Wir sind uns mit der Slowakei einig, dass jeder seinen Beitrag leisten muss», sagte Merkel vor Journalisten in Bratislava nach bilateralen Gesprächen mit Fico. Wesentlich schärfer formulierte es Gastgeber Fico: «Wir haben mit der Sicherstellung des sogenannten Reverse-Flow von Gas in die Ukraine (Umkehr des Gastransits von West nach Ost) unseren Teil der Verantwortung übernommen.»

Vertreter Kiews und Moskaus wollen am Dienstag unter Vermittlung der EU-Kommission in Brüssel über den Gas-Streit verhandeln. Auch die EU-Aussenminister wollten nach Aussagen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko über die mögliche Einigung auf einen Gaspreis in Luxemburg beraten.

Russland verlangt 4,5 Milliarden Dollar

Poroschenko hatte am Wochenende eine Einigung mit Russland auf einen «Winterpreis» von 385 Dollar je 1000 Kubikmeter verkündet. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow bestätigte in Moskau der Agentur Interfax zufolge, dass über einen Preis für die kommenden fünf Monate gesprochen worden sei.

Russland verlangt von der Ukraine bis zum Jahresende 4,5 Milliarden Dollar für frühere Lieferungen, zweifelt aber an der Zahlungsfähigkeit Kiews.

SDA/rar

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