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«Es überkommt mich ein Zittern»

Langer Atem trotz Raucherlunge: Andrea Camilleri. Foto: Antonello Nusca (Polaris/Laif)

Sie sind 92, schreiben täglich, reisen, treten auf. Es scheint Ihnen gut zu gehen.

Wie hat das Ihr Schreiben verändert?

Vigatese, so nennt sich Ihr Sizilianisch, die Sprache aus dem imaginären Ort Vigata, an dem Ihre Kriminalromane spielen.

Sie sagten einmal, Sie würden heute besser schreiben als früher.

Nichts lenkt Sie ab.

Alles da?

Wie wichtig ist das Träumen?

Ist es wahr, dass das Ende von Montalbano schon geschrieben ist?

Reden wir über Italien, am 4. März finden Parlamentswahlen statt.

Das Land wacht gerade auf aus einer langen, tiefen Krise. Man hat das Gefühl, die Italiener hätten darin ihre Leichtigkeit verloren.

Wie sehen Sie die Fünf Sterne?

Auch die beiden Vorgänger von Virginia Raggi waren nicht eben brillante Figuren gewesen.

Da wären wir bei Silvio Berlusconi. Der mischt auch wieder mit.

Warum in Italien nicht?

Wen würden Sie denn eher wählen, wenn Sie denn müssten: Berlusconi oder Di Maio?

Für andere schon. Nun heisst es da und dort, Berlusconi sei am Ende doch das kleinere Übel, den kenne man schliesslich.

Was ist denn mit der Linken los? So schlecht hat sie doch gar nicht regiert.

Was störte Sie an Renzi?

Fahren Sie oft nach Sizilien?

«Es streunen nur noch einige Hunde rum.»

Andrea Camilleri über die Mafia

Unlängst starb Totò Riina, der Boss der Bosse. Starb mit ihm auch die Cosa Nostra?

Und dieser Moment ist nun gekommen?

Für viele Sizilianer sind Sie ein Heiliger.

Von wegen segnen: Sie mögen Franziskus, den Papst.

Wird er es dennoch schaffen, die Kirche zu reformieren?

Sie rauchen noch immer.