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Erdogans Palast besitzt «mindestens 1150 Räume»

Der Prunkbau des türkischen Präsidenten ist noch grösser als vermutet. Erdogan zeigt sich von Berichten gekränkt, sein neuer Amtssitz in Ankara habe tausend Zimmer.

Neue Gründe: Kakerlaken im alten Gebäude haben offenbar Recep Tayyip Erdogan zum Umzug in den neuen (und teuren) Palast bewogen. (Bild: 22. April 2015)
Neue Gründe: Kakerlaken im alten Gebäude haben offenbar Recep Tayyip Erdogan zum Umzug in den neuen (und teuren) Palast bewogen. (Bild: 22. April 2015)
Keystone
Ein wahrhaft repräsentativer Bau: Erdogan bei einem Staatsempfang für Wladimir Putin. (1. Dezember 2014)
Ein wahrhaft repräsentativer Bau: Erdogan bei einem Staatsempfang für Wladimir Putin. (1. Dezember 2014)
Präsidialamt, Reuters
Das Gebäude bietet unter anderem abhörsichere Besprechungszimmer, atombombensichere Befehlszentralen, einen Helikopterlandeplatz sowie fünf Meter hohe Zimmer. (28. Oktober 2014)
Das Gebäude bietet unter anderem abhörsichere Besprechungszimmer, atombombensichere Befehlszentralen, einen Helikopterlandeplatz sowie fünf Meter hohe Zimmer. (28. Oktober 2014)
Keystone
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«Lassen Sie mich Ihnen sagen, er beherbergt mindestens 1150 Zimmer, nicht nur tausend», hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor Geschäftsleuten in Istanbul klargestellt. Das islamisch-konservative Staatsoberhaupt zeigte sich von Berichten gekränkt, der Neubau seines Amtssitzes in Ankara habe tausend Räume.

«Man spart nicht, wenn es ums Prestige einer Nation geht», sagte Erdogan mit Blick auf den Palast, der umgerechnet fast eine halbe Milliarde Euro gekostet hat. «Wir wollten ein Bauwerk schaffen, damit die künftigen Generationen sagen: ‹Von dort aus wurde die neue Türkei regiert›.» Mit «neuer Türkei» meint Erdogan die Türkei unter seiner Ägide. Gleichwohl betonte er, der Amtssitz sei «nicht mein Palast», sonder gehöre dem türkischen Volk.

Erdogan will auch Amt umbauen

Die türkische Opposition wirft Erdogan vor, autoritär gegen seine Gegner vorzugehen und das laizistische Land zu islamisieren. Zu seinen Zielen gehört auch eine Änderung der Verfassung, um das Präsidentenamt mit mehr Macht auszustatten. Erdogan war seit 2003 Regierungschef, bis er im August zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Dieses Amt hat bisher vor allem repräsentative Funktionen, was Erdogan ändern will.

AFP

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