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«Er ist weg, er hat ausgespielt»

Britische Medien und Kommentatoren bezeichnen den Rückzug von Boris Johnson als «Granate», «Schock» oder als «Drama à la Shakespeare».

Boris Johnson gibt bekannt, dass er nicht Premier werden möchte.
Boris Johnson gibt bekannt, dass er nicht Premier werden möchte.
Toby Melville, Reuters

Mit dramatischen Worten beschreiben englische Medien Boris Johnsons Verzicht, für die Präsidentschaft der Tories zu kandidieren. «Heute Morgen war Boris Johnson immer noch Favorit, jetzt ist er weg. Es ist vorbei, er hat ausgespielt. Was für eine erstaunliche Wendung der Dinge», sagte der BBC-Analyst Norman Smith. Die Boulevardzeitungen «Sun» und «Daily Star» bezeichneten den Entscheid Johnsons als «Granate» bzw. als «Schock». Das Boulevardblatt «Mirror» schreibt von einem «Bor-exit» und mutmasste, ein einziger Satz könnte dem ehemaligen Bürgermeister zum Verhängnis geworden sein. In einer Kolumne des «Daily Telegraph» hatte Johnson nach der Abstimmung geschrieben: «Britische Bürger werden nach wie vor in der EU leben und arbeiten können, sie werden reisen, studieren, Häuser kaufen und sich niederlassen können.» Laut «Mirror» haben den Satz viele Brexit-Anhänger als feige Kehrtwende ihres Wortführers aufgefasst. «Johnson erhält pro Kolumne 5100 Pfund (6700 Franken) – aber diese ist ihn womöglich teuer zu stehen gekommen», schreibt der «Mirror».

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