Tarantinos Filmkulisse kämpft ums Überleben

Görlitz ist beliebt bei Touristen, Rentnern und Regisseuren, doch Arbeitsplätze sind rar. Eine Reise in die östlichste Stadt Deutschlands.

Görlitz und «Görliwood»: Eine Stadt und eine Marke mit Potenzial. Foto: Thomas Robbin (Keystone)

Görlitz und «Görliwood»: Eine Stadt und eine Marke mit Potenzial. Foto: Thomas Robbin (Keystone)

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Bevor man davon spricht, dass hier eine Stadt am äussersten Rand Ostdeutschlands um ihr Überleben kämpft, weil die Traditionskonzerne Siemens und Bombardier der Stadt den Rücken zu kehren drohen, dass der Unmut darüber die Menschen auf die Barrikaden und in die Arme der Alternative für Deutschland (AfD) treibt – bevor man über all das spricht, muss von Idyll und Schönheit die Rede sein. Wer vom Bahnhof in die Innenstadt von Görlitz flaniert, begibt sich auf eine Zeitreise, die staunen macht. Herrschaftliche Bürgerhäuser aus der Zeit um 1900 reihen sich ohne Lücken aneinander, sorgfältig saniert und in frischen Farben. Ein paar Minuten weiter, in der Altstadt, landet man unwillkürlich im Mittelalter. Am Untermarkt, wo seit fast 700 Jahren das Rathaus steht, sieht es im Grunde noch aus wie im 16. Jahrhundert.

Der leicht abschüssige Platz ist mit uraltem, grobem Kopfstein gepflastert, an den repräsentativen Bauten glänzen viel Gold, Wappen und Skulpturen, hinter spitzen oder runden Bögen locken schattige Laubengänge, Cafés und Läden, die schlesisches Handwerk oder Essen anbieten. An einer Ecke, ganz in Rot, leuchtet der 1525 erbaute Schönhof, das älteste Renaissancegebäude Deutschlands, in dem heute das Schlesische Museum die Geschichte der versunkenen Heimat reflektiert. Gleich gegenüber ragt der schmale, weisse Turm des alten Rathauses unverschämt elegant in die Höhe.

Vom Untermarkt geht der Weg hinunter an die Neisse, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Grenze zu Polen bildet. Eine neue Fussgängerbrücke führt direkt von der Altstadt über den Fluss – in die Schwesterstadt Zgorzelec, die vor dem Krieg Hunderte Jahre lang ein Teil von Görlitz war.

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Nirgends in Deutschland gibt es eine Stadt, deren Bausubstanz von der Spätgotik bis zum Jugendstil derart unverfälscht intakt geblieben ist wie in Görlitz. 4000 denkmalgeschützte Gebäude liegen dicht nebeneinander. Dies ist doppeltem Glück in neuerer Zeit zu verdanken: Den Weltkrieg überstand die Stadt praktisch unbeschadet. Und 1989 machte die Wende kurzen Prozess mit den Plänen, die in der DDR-Zeit heruntergekommene Altstadt abzureissen und mit Plattenbauten zu überziehen.

Warenhaus als Filmdekor

Dass ein Spaziergang durch Görlitz einen wie von Wunderhand in vergangene Jahrhunderte versetzt, hat neben Touristen auch die Filmindustrie in die Stadt gelockt: «Der Vorleser» mit Kate Winslet wurde hier gedreht, «Goethe», Quentin Tarantinos Groteske «Inglourious Basterds» mit Brad Pitt, vor allem aber Wes Andersons «Grand Budapest Hotel»: Das spektakuläre Jugendstilwarenhaus am Demianiplatz diente als Dekor, durch dessen Lichthof Stars wie Jude Law, Tilda Swinton und Ralph Fiennes paradierten. Im Innenhof des Rathauses wiederum braucht man nur Kameras und Schauspieler aufzustellen – und schon hat man alles, was eine mittelalterliche Gerichtsszene braucht. Und falls es ein Kriegsfilm sein soll, gibt es etwas ausserhalb auch noch unsanierte Häuser, die herrlich verfallen aussehen. «Görliwood» tauften Medien die Stadt alsbald. Heute ist der Name längst als Marke eingetragen.

Siegfried Deinege, ein kerniger, kahlköpfiger Mann mit Bart, residiert seit sechs Jahren als Oberbürgermeister im Rathaus von Görlitz. Der 63-Jährige freut sich über die Beliebtheit seiner Stadt bei Regisseuren und Touristen, beide sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Doch soll die östlichste Stadt Deutschlands nicht zu einem Freilichtmuseum verkommen, braucht es mehr. Viel mehr.

Es gibt hier zu viel schöne Stadt für zu wenig Menschen.

Es gibt hier, kurz gesagt, zu viel schöne Stadt für zu wenig Menschen. Wie andere ostdeutsche Kleinstädte hat Görlitz nach der Wende mehr als ein Viertel seiner Einwohner verloren. Nach dem Kollaps der «Volkseigenen Betriebe» zogen vor allem junge, gut ausgebildete Menschen weg, um andernorts Arbeit zu suchen. Der Trend hat sich erst 2014 wieder gewendet, seither wächst die Stadt wieder leicht, auf nunmehr 57'000 Einwohner.

Die sanierte Innenstadt ist vor allem bei jungen Görlitzern zum Wohnen sehr beliebt, viele ziehen aus den Aussenbezirken ins Zentrum. Es wimmelt von Kinderwagen, das Durchschnittsalter beträgt 39 Jahre. Dennoch stehen drei von zehn Wohnungen frei. «Sie wissen, dass man hier auch einziehen kann?», ruft ein freundlicher Herr dem Reporter zu, als dieser Gründerzeithäuser fotografiert. 200 majestätische Quadratmeter für 1275 Euro Miete, verrät ein Angebot in einer Vitrine.

Schnäppchen wie diese locken nicht nur Liebhaber historischer Bauten, sondern auch gut betuchte Rentner aus dem Westen Deutschlands. Ein-, zwei, vielleicht dreitausend von ihnen sind in den vergangenen Jahren nach Görlitz gezogen. Schon zur Zeit Bismarcks, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, galt Görlitz als «Pensionopolis» – als Altersresidenz für vermögende preussische Beamte. Doch alte Menschen stiften noch keine Zukunft. Über diese entscheiden die Jungen, wie dem Bürgermeister schmerzlich bewusst ist. Finden gut ausgebildete Männer und Frauen, die hier aufgewachsen sind, anspruchsvolle, gut bezahlte Arbeit? Gelingt es, junge Görlitzer, die in Dresden, Leipzig oder Köln studiert haben, in die Stadt zurückzuholen? An den Arbeitsplätzen, nicht an den prächtigen Fassaden, hängt die Zukunft der Stadt.

Niedrigste Kaufkraft und höchste Quote an Autodiebstählen.

Görlitz hat in den letzten Monaten zweimal tief in den Abgrund geblickt. Die zwei wichtigsten Arbeitgeber der Stadt – Siemens mit knapp 1000 und Bombardier mit 1400 Mitarbeitern – waren von der Schliessung bedroht. An jedem Arbeitsplatz hängen Familien – und über Zulieferer und Dienstleister weitere zwei bis drei Stellen.

Bombardier baut in Görlitz Doppelstockzüge, unter anderem für die SBB. Das Werk des kanadischen Herstellers ist paradoxerweise in die Krise geraten, weil es sich mit prestigeträchtigen Milliardenaufträgen wie dem aus der Schweiz übernahm. Viele Züge konnten nur mit mehrjähriger Verspätung ausgeliefert werden. Die Bussen frassen nicht nur die Gewinne auf, sondern führten zu Verlusten. Die Zukunft, den teilweise in Görlitz entwickelten ICE 4 der Deutschen Bahn, will Bombardier nun im kostengünstigen polnischen Breslau bauen. Die Produktion von Turbinen bei Siemens wiederum leidet unter der Energiewende und dem Einbruch des globalen Marktes. Der Weltkonzern aus München will in dieser Sparte in den nächsten Jahren Tausende von Arbeitsplätzen einsparen.

Die Abbaupläne bei Bombardier hatten Görlitz bereits in den Grundfesten erschüttert. Als dann Siemens im letzten November ankündigte, dass es sein Werk in der Stadt schliesse, griffen Angst und Wut um sich. Daniel Schölzel konnte es nicht glauben. Waren ihre Auftragsbücher nicht voll? Waren die kleinen Industriedampfturbinen, die sie fertigten, nicht von der Krise der Sparte fast unberührt?

Bedrohte Arbeitsplätze: Solidarität mit den Siemens-Angestellten. Foto: Frank Rumpenhorst (Picture Alliance)

Schölzel, ein fröhlicher Mann mit Bart und Brille, arbeitet bereits seit 25 Jahren für Siemens, obwohl er erst 42 Jahre alt ist. Im selben Görlitzer Fabrikgebäude, einem lang gestreckten Backsteinbau, hatte schon sein Vater Turbinen gefertigt, noch zu DDR-Zeiten. «Bis vor kurzem dachte ich, ich würde mein ganzes Leben lang bei Siemens arbeiten.» Nun musste er auf einmal über Alternativen nachdenken. Sollte er sein Hobby zum Beruf machen? Lokführer werden? Der Zugfan betreibt in der Freizeit die historische Parkeisenbahn von Görlitz, zu Hause stehen Modellzüge in Vitrinen.

Doch erst machten Schölzel und seine Kollegen etwas ganz anderes: Sie zettelten einen Aufstand an. Sie alarmierten Medien und Politik, riefen im Januar zu einer Protestdemonstration auf den Obermarkt. 7000 Menschen und viel Prominenz aus Görlitz, Dresden und Berlin kamen. Parallel verhandelten Betriebsräte und Gewerkschaften mit Siemens. Anfang Mai nahm der Konzern seinen Schliessungsplan überraschend zurück. Und kündigte an, Görlitz stattdessen zur Zentrale seines Geschäfts mit Industriedampfturbinen zu machen. Schölzel freut sich über den Sieg, auch wenn längst noch nicht alle Arbeitsplätze gerettet sind. «Aber die schlimmsten Zukunftssorgen haben wir fürs Erste vertrieben.»

Symbol des drohenden Ausverkaufs der Heimat

Politisch war die Zeit für den Aufstand von Görlitz günstig wie selten. Nach den Wahltriumphen der AfD versprachen die angeschlagenen Christ- und Sozialdemokraten in Berlin, sich künftig mehr um die ländlichen Regionen im Osten zu kümmern. Konnte man also einfach zusehen, wie ein deutscher Grosskonzern eine ostdeutsche Stadt im Stich lässt, nur weil sich anderswo billiger fertigen lässt? Innert Wochen wurde Görlitz deutschlandweit zu einem Symbol des drohenden Ausverkaufs der Heimat. Der neue CDU-Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer, der selbst aus Görlitz stammt, engagierte sich, das Kanzleramt telefonierte, bei Siemens machte der Bayer Joe Kaeser die Zukunft des Werks zur Chefsache.

Vielen Bürgern wurde bewusst, dass Siemens und Bombardier in Görlitz nicht nur Arbeitgeber sind, die hohe Gehälter zahlen, sondern Symbole einer industriellen Tradition, die auch die kulturelle Identität der Stadt entscheidend prägte. Die ersten Züge wurden in Görlitz 1847 gebaut, die ersten Dampfturbinen im selben Jahr. Sollte diese Geschichte abrupt enden?

Brief an 1500 Schweizer Firmen

Einer, der sich wehrte wie Schölzel, ist Eric Kittelmann. Der pfiffige 33-Jährige stammt, wie man in Görlitz sagt, aus einer «Bombardier-Familie»: Sein Vater und sein Cousin arbeiten da, er selbst machte dort seine Lehre. Danach studierte er in Dresden, fand in seiner Heimatstadt keine Arbeit und heuerte schliesslich bei Siemens in Leipzig an, zwei Autostunden entfernt. Seit einiger Zeit wohnt er wieder in Görlitz, zusammen mit seiner Frau und der zehn Monate alten Tochter. Seine Frau stammt aus einer Siemens-Familie – in dritter Generation.

Obwohl selbst nicht betroffen, legte sich Kittelmann für Bombardier ins Zeug. Er gründete eine Bürgerinitiative, um den «Ruf aus Görlitz» ins Land hinauszutragen. Es war ein Hilferuf. Er drehte mit Freunden einen Film, in dem betroffene Bürger ihre Lage schildern und zur Solidarität aufrufen. Er mobilisierte für die Kundgebungen, gewann Dutzende von Firmen und Vereinen, die an einem langen Zaun öffentlich ihre Unterstützung bekundeten. Die Kehrtwende der Siemens-Spitze erleichtert und freut ihn. Die Zukunft hält er gleichwohl für unsicher – bei Bombardier, das nach den letzten Plänen auf 800 Stellen schrumpfen soll, noch mehr als bei Siemens.

Ähnlich vorsichtig ist Bürgermeister Deinege. Er war vor seinem Einstieg in die Politik selbst hoher Manager bei Bombardier, er kennt das brutale Geschäft. Zum Ärger des Thurgauer Konkurrenten Stadler Rail hatte er 2010 den Auftrag der SBB nach Görlitz geholt. Nun fürchtet er, dass die industrielle Zukunft über seine Stadt hinweggeht. Ihm ist klar, dass Görlitz die Abhängigkeit von den beiden Konzernen verringern muss. Deswegen bemüht sich seine Wirtschaftsförderung seit Jahren, mittelständische Unternehmen nach Görlitz zu locken.

Aufregung um Siemens lockte weitere Investoren

2011 sorgten die Görlitzer in der Schweiz für Ärger, als sie gezielt 1500 Schweizer Firmen anschrieben. 2014 baute Skan, der von der Frankenstärke gebeutelte Basler Weltmarktführer für Reinraumtechnologie, in Görlitz eine Produktion auf, die heute mehr als 100 Leute beschäftigt. Die Firma ist sehr beliebt. Der deutsche Schuhhersteller Birkenstock unterhält hier sein grösstes Werk weltweit; viele der 1400 Mitarbeiter kommen allerdings aus dem nahen Polen und verdienen nicht mehr als den Mindestlohn von 8.84 Euro die Stunde. Deinege hat 20 kleine IT-Unternehmen und Firmen der Kreativwirtschaft in die Stadt gebracht, die Aufregung um Siemens hat weitere Investoren aufmerksam gemacht. Das alles genügt aber noch lange nicht, sollten Siemens und Bombardier eines langsamen Todes sterben.

Die Angst und Wut der vergangenen Monate erschütterten auch die Politik. Bei der Bundestagswahl schlug im Landkreis Görlitz ein wenig bekannter Malermeister der AfD sensationell einen der Stars der sächsischen CDU, den nachmaligen Ministerpräsidenten Kretschmer. Ein halbes Jahr später strotzt Tino Chrupalla, der Malermeister, vor Energie und Angriffslust. Der 43-Jährige mit den strahlend blauen Augen ist im Bundestag auf Anhieb stellvertretender Fraktionschef geworden. In seinem Görlitzer Bürgerbüro zerlegt er das politische «Versagen der Altparteien» messerscharf.

Freie Sicht auf Polen: Am anderen Ufer der Neisse liegt Zgorzelec. Foto: Ed Alcock (Laif)

Görlitz habe die niedrigste Kaufkraft im Land, dafür wegen der Nähe zu Polen und Tschechien die höchste Quote an Autodiebstählen. Die Steuerbelastung für Familien und Unternehmen sei viel zu hoch, gleichzeitig leiste der Staat für die Bürger so wenig, dass man sich frage, wofür man überhaupt noch Steuern zahle. Mit EU-Fördergeldern, auch aus Deutschland, würden dafür Arbeitsplätze deutscher Firmen von Görlitz nach Polen oder Tschechien ausgelagert. Der Gipfel des Verrats: Statt um die notleidenden Einheimischen kümmere sich Kanzlerin Angela Merkel lieber um ihre Gäste – muslimische Flüchtlinge. Schölzel und Kittelmann, die Siemens-Mitarbeiter, haben nicht AfD gewählt, sie geben ihr dennoch in vielem recht.

Die CDU habe sich zu lange nicht mehr für die Kleinstädte im Osten eingesetzt. Von der «Ost-Kanzlerin» und ihrem gleichgültig wirkenden «Weiter so» sind sie besonders enttäuscht. Aus ihrer Sicht musste es bei den Wahlen zu einer Reaktion kommen, zu einem «Weckruf». «Und siehe da, die Protestwahl hat bereits gewirkt», sagt Schölzel. Mit Horst Seehofer, dem Chef der in Sachsen bewunderten bayerischen CSU, stelle die neue Regierung Heimat und Bauen, die Kontrolle der Einwanderung und die innere Sicherheit wieder ins Zentrum. «Glauben Sie», ergänzt Kittelmann, «das wäre passiert, wenn die Menschen hier brav weiter CDU gewählt hätten?»

Kilometerlanger Sandstrand

Kittelmann setzt sich nicht nur für Siemens und Bombardier ein, sondern hilft auch sonst mit, wo er kann, um Görlitz lebenswert zu erhalten. Das für eine Kleinstadt bemerkenswert vielfältige Kulturangebot und das bauliche Erbe liegen ihm besonders am Herzen. Stundenlang führt er den Reporter durch die Stadt, weiss zu jedem Haus eine Geschichte. Auf dem Weg trifft man Daniel Schölzel, der mit seiner Nostalgieeisenbahn entzückte Kinder und Erwachsene durch den Wald tuckert. «Wenn man sich hier engagiert», sagt Kittelmann, «trifft man viele andere, die es auch tun.»

Am Abend, als ein Gewitter naht, landet man am Berzdorfer See, einem ehemaligen Braunkohletagebau, der nach seiner Stilllegung mit Wasser geflutet wurde. Am Ufer lockt jetzt ein kilometerlanger Sandstrand Jung und Alt. An Ständen werden vegane Burger und Bier verkauft, von einer temporären Bühne wummert elektronische Musik, junge Leute tanzen fröhlich. Kittelmann arbeitet wochentags in Leipzig, er hat viele Freunde in Dresden, aber deswegen seinen Geburtsort verlassen würde er nur, wenn es wirklich nicht anders ginge. Er hofft, bald Siemens-intern nach Görlitz zurückkehren zu können. Erfüllt sich der Wunsch nicht, wäre er zur Not auch bereit, bei einem anderen Arbeitgeber auf etwas Lohn zu verzichten. Seit er Vater ist, spürt er den Anspruch, «den eigenen Kindern diese Stadt einmal zu übergeben». Als er den Reporter am Bahnhof zurück nach Berlin verabschiedet, sagt er lächelnd: «Diese Stadt ist mein Schicksal.» Aus seinem Mund klingt der Satz fast gar nicht pathetisch. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.06.2018, 10:49 Uhr

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In Zahlen

4000
Dies ist die Anzahl Häuser, die in Görlitz
denkmalgeschützt sind. Im Zentrum sieht es im
Grunde immer noch so aus wie im 16. Jahrhundert.
Die ostdeutsche Stadt blieb im Zweiten Weltkrieg
mehrheitlich verschont, die Abrisspläne in der DDR
wurden 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer nichtig.

57'000
So viele Bewohner hat Görlitz derzeit. Nach dem Kollaps der «Volkseigenen Betriebe» zogen vor allem junge, gut ausgebildete Menschen weg, um andernorts Arbeit zu suchen. Der Trend hat sich erst 2014 wieder gewendet, seither wächst die Stadt leicht.

1275
So viele Euro kostet derzeit eine 200 Quadratmeter grosse Wohnung an der zentralen Augustastrasse. Die tiefen Preise locken gut betuchte Rentner an. Aber kommen auch die Jungen?

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