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Eine kleine Enklave setzt Putin unter Druck

Kaliningrad - eine Enklave an der Ostsee - fordert lautstark den Rücktritt von Regierungschef Wladimir Putin. Der Protest zeigt erste Wirkungen.

Eine Enklave fordert Putins Rücktritt: Demonstranten in Kaliningrad.
Eine Enklave fordert Putins Rücktritt: Demonstranten in Kaliningrad.

Hunderte Menschen haben am Samstag in Kaliningrad den Rücktritt des russischen Regierungschefs Wladimir Putin gefordert. An den Protesten in einem Park in der russischen Exklave beteiligten sich sämtliche Oppositionsparteien.

Wie die «Tagesschau» berichtet, bleiben die Proteste nicht wirkungslos. Putin kündigte an, personelle Konsequenzen zu ziehen. Wohl auch, um seine eigene Haut zu retten.

Wie der Chef der regierungskritischen Solidaritätspartei, Boris Nemzow, dem Radiosender Moskauer Echo sagte, nahmen an der Demonstration rund 3000 Menschen teil. Die Polizei sprach hingegen von etwa 700 Teilnehmern.

Unzufriedene Opposition

Mit ihrem Protest wollten die Demonstranten ihrer Unzufriedenheit mit der Regierung Ausdruck verleihen, sagte Nemzow, der unter dem früheren Präsidenten Boris Jelzin einst Vize-Ministerpräsident von Russland war. Sie forderten demnach einen unverzüglichen Rücktritt der Regierung.

Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete, sprachen sie sich zudem für niedrigere Strom- und Wasserpreise sowie für Lohnkürzungen bei Gouverneuren und lokalen Funktionären aus.

In Kaliningrad hatte es bereits Ende Januar Proteste gegen Ministerpräsident Putin gegeben. Damals gingen mindestens 10'000 Menschen auf die Strasse.

SDA/mrs

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