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«Ein Mann im Ausnahmezustand»

In der Kinderporno-Affäre hat der gefallene SPD-Politiker Sebastian Edathy sein Schweigen gebrochen. Korrespondent David Nauer über Edathys Medienauftritt in Berlin.

«Es war falsch, diese Bilder zu bestellen, aber es war legal»: Sebastian Edathy vor den Medien in Berlin.
«Es war falsch, diese Bilder zu bestellen, aber es war legal»: Sebastian Edathy vor den Medien in Berlin.
AFP

Vor der Befragung durch einen Untersuchungsausschuss des Bundestags ist der frühere SPD-Abgeordnete Sebastian Edathy in Berlin vor die Medien getreten. Was wollte er die Öffentlichkeit unbedingt wissen lassen? Edathy sagte, dass er sich mit der Bestellung von Knabenfotos bei einem kanadischen Internetanbieter nicht strafbar gemacht habe. Es sei zwar falsch gewesen, diese Bilder zu bestellen, er habe aber nichts Illegales gemacht. Auch das Bundeskriminalamt stufe diese Bilder nicht als strafbar ein. Edathy sieht sich als Opfer einer Vorverurteilung in den Medien. Dadurch habe er alles verloren, sein Mandat als Bundestagsabgeordneter und seine berufliche Reputation. Er lebe seit Monaten in einem Ausnahmezustand. Aus Sicherheitsgründen halte er sich im Ausland auf, sagte Edathy. Seinen Medienauftritt begründete Edathy damit, dass er der Öffentlichkeit die Wahrheit sagen wolle. Vor dem Bundestagssausschuss müsse er schliesslich auch die Wahrheit sagen.

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