Zum Hauptinhalt springen

Ein Gesetz, das Deutschland erschüttert hat

Heute strotzt Deutschland vor Wirtschaftskraft, die Staatsfinanzen sind gesund. Viele führen das auch auf die einschneidenden Arbeitsmarktreformen vor zehn Jahren zurück. Eine Bilanz von Hartz IV.

Der damalige deutsche Kanzler Gerhard Schröder (r.) schaut zum Präsidenten der Hartz Kommission auf, Peter Hartz. (16 August 2002)
Der damalige deutsche Kanzler Gerhard Schröder (r.) schaut zum Präsidenten der Hartz Kommission auf, Peter Hartz. (16 August 2002)
Keystone

Alt-Kanzler Gerhard Schröder ist heute ein sehr zufriedener Mann. Das war nicht immer so: Die harten Arbeitsmarktreformen, die der Sozialdemokrat während seiner Regierungszeit auf den Weg brachte, haben ihn letztlich 2005 die Kanzlerschaft gekostet, zu grossen Demonstrationen geführt und in seiner Partei Gräben hinterlassen, die bis heute nicht zugeschüttet sind und die viele Sozialdemokraten weiter nach links haben treiben lassen. Heute ist Schröder zufrieden, weil ihm die Zeit recht zu geben scheint. Er sieht sich mit seinen Reformen als Prophet im eigenen Land, als Macher, der Deutschland mit seiner «Agenda 2010» zu Stabilität und Pros­perität geführt hat – und zu einer Krisenresistenz, um die das Land in Europa beneidet wird.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.