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«Die Zerstörung der linken Ideen war eine grosse Enttäuschung»

Linkspartei-Fraktionschef Gregor Gysi über das Ende der DDR, seinen Rücktritt und eine Prügelei unter Kindern.

«Eine Diktatur lässt keinen demokratischen Wechsel zu»: Gregor Gysi, abtretender Fraktionsvorsitzender Die Linke.
«Eine Diktatur lässt keinen demokratischen Wechsel zu»: Gregor Gysi, abtretender Fraktionsvorsitzender Die Linke.
Manu Friederich

Herr Gysi, Tausende von Flüchtlingen wollen nach Deutschland. ­Errinnert Sie die Fluchtwelle an den Sommer 1989, als DDR-Bürger über Ungarn in den Westen wollten?

Der Background der DDR-Flüchtlinge war ein anderer. Heute geht es um Flüchtlinge aus Krieg, Hunger, Not und Rassismus. Sie wollen nicht in Ungarn bleiben, weil die dortige Regierung ­ihnen gegenüber eine ziemlich verheerende Politik macht. Aber der Sommer 1989 ist auch ein Grund, warum ich heute so offen gegenüber Flüchtlingen bin. Was wäre passiert, wenn die DDR-Bürger im Sommer 1989 nicht in die Bundesrepublik hätten reisen können?

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